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Apple Music – Probleme bei der Familienfreigabe mit 6 Personen

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Am 30. Juni 2015 wird Apple seinen Apple Music Streaming-Dienst an den Start bringen und alle Apfeljünger freuen sich schon drauf. Viele werden nach der dreimonatigen Probephase ihren Account bei Spotify kündigen und zur neuen Apple Music wechseln. Naja, die meisten jedenfalls. Aber es gilt dabei einiges zu beachten!

Apple Music mit Radio und Connect soll ja die Musikwelt revolutionieren, zumindest wurde das auf der letzten Keynote so angekündigt und verkauft. Alles was Apple da so anbieten wird, kann auf der Homepage von Apple angeschaut werden.

Drei Monate umsonst und dann mit 6 Freunden in der Familienmitgliedschaft, genial, oder doch nicht?!

Viele User denken sicher, dass Apple Music mit 9,99 Euro pro Monat etwas zu teuer wäre, doch mit der Familienmitgliedschaft mit 14,99 Eurotaler für 6 „Familienmitglieder“ pro Monat, ist es schon eine ganz andere Hausnummer. Die Mathematiker mögen einmal 14,99 Euro durch 6 teilen, damit jedes „Familienmitglied“ auch weiß, was er eventuell dem Familienoberhaupt, dem Haushaltsvorstand, zu entrichten hat. Okay, ich verrate es einmal an dieser Stelle: 14,99 geteilt durch 6 ergibt 2,4983333333 also aufgerundet 2,50 Euro pro Monat pro Familienmitglied.

Wenn es sich um eine echte, also blutsverwandte Familie handelt, könnte es tatsächlich geschehen, dass der „Vater“ die Kosten von 14,99 Euro monatlich von seiner Kreditkarte abbuchen lässt und die „Kinder“ sich um nichts weiter kümmern müssen und fortan rund um die Uhr die geilste Musik aller Zeiten hören können.

Aber wenn es keine „blutsverwandte Familie“ ist, sondern vielmehr eine Familie von ein paar Freunden, dann könnte es schon etwas problematischer werden.

Wie wird eine Familienmitgliedschaft bei Apple eingerichtet?

Die Einrichtung der Familienmitgliedschaft ist eigentlich recht einfach und wird HIER recht gut beschrieben. Es geht nämlich über die schon vorhandene Familienfreigabe in der iCloud. Der Kreditkartenbesitzer konnte auch schon vor iMusic seine „Familie“ zur Familienfreigabe einladen. Allerdings hatte der „Vater“ dann das Problem, dass er alle App-Käufe seiner Familie über seine Kreditkarte abzuwickeln hatte. In einer echten Familie ist das sicher kein Problem aber wenn es keine echte Familie ist, gehört schon etwas Vertrauen dazu.

Wie könnte die Familienmitgliedschaft in einer unechten Familie funktionieren?

Wenn sich nun also 6 gute Freunde/Freundinnen zu einer Familienmitgliedschaft bei Apple Music entschließen und sich die 14,99 Euro teilen wollen, dann müssen diese 6 Freunde oder Freundinnen nur einen auslosen, der den Chef, den Vater spielt und seine Kreditkarte hinterlegt. Das Problem ist allerdings, dass alle App-Käufe der anderen 5 Familienmitglieder vom „Vater“ über seine Kreditkarte bezahlt werden. Wenn sich die Familie gut versteht, ist das sicher kein Problem, könnte aber rasch zu einem werden, wenn einer der Familienmitglieder seine zukünftigen gekauften Apps nicht dem „Vater“ entsprechend erstattet.

Sonstige mögliche Probleme bei der Familienmitgliedschaft

Ich hatte es kürzlich selbst erlebt, dass ich ein neues Familienmitglied der Familienfreigabe hinzugefügt hatte, doch das neue Mitglied konnte nicht auf meine gekauften Filme oder Musik bei iTunes zugreifen. Eine Nachfrage beim Apple Support brachte dann ans Licht, dass das neue Mitglied eine ungültige (abgelaufene) Kreditkarte hinterlegt hatte. Diese muss entfernt werden und man muss bei der Zahlungsweise „Keine“ anklicken. Wie das alles abzuwickeln ist, wird beim Apple-Support angezeigt.

Fazit:

Apple Music mit der Familienoption ist sicher sehr reizvoll und wird in jeder echten Familie sicher gut funktionieren und man kann einige Euros sparen aber bei einer „Interessengemeinschaft für Apple Music“ könnten manche Freundschaften wegen der Erstattungsbeträge den Bach runter gehen. Also überlegt euch gut, ob eine Familienmitgliedschaft ohne echte Familie, wirklich das Richtige für euch ist?!

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veröffentlicht von Jürgen Knösch, am 23. Juni 2015