ob die Welt nun am 21.12.2012 untergeht oder nicht, ist eigentlich nebensächlich, da sie schon seit langem dem Untergang geweiht ist, so wie wir mit dem Planeten umgehen. Ich möchte hier auf einen Film hinweisen, den es heute, also einen Tag vor dem Untergang, auf ARTE zu sehen gibt. Es ist ein Klassiker, der heute auf ARTE um 20:15 Uhr gezeigt wird: “Soylent Green – … Jahr 2022 … die überleben wollen”
Zum Inhalt: Der Polizeibeamte Thorn (Charlton Heston) ermittelt in einem Mordfall des Herrn Simonson, einem leitenden Angestellten von Soylent. Soylent ist ein Mega-Konzern, der die Nahrungsmittelversorgung der halben Welt kontrolliert. Brot, Kartoffel, Getreide, Fleisch und Obst kennen nur noch die Alten. Die Bevölkerung wird mit “Soylent Red” und “Soylent Yellow”, synthetisch hergestellte Chips, ernährt. Es herrscht Überbevölkerung und Chaos.
Eines Tages kommt ein neues Produkt von Soylent auf den Mark: Soylent Green. Das Zeug soll besser schmecken als seine Vorgänger und Polizist Thorn kommt mit seinem Mitbewohner Sol Roth (Edward G. Robinson) so allmählich hinter die Machenschaften von Soylent. Soylent Green wird aus menschlichen Leichen hergestellt!!!
Der meisterhafte Science-Fiction-Film wirft einen pessimistischen Blick in die Zukunft: Gezeigt wird eine völlig heruntergewirtschaftete Welt, in der ein einziges Monopolunternehmen herrscht und in der die Menschen zu einem unwürdigen Dasein verdammt sind. Richard Fleischer erzählt die Dystopie, ohne dabei moralisierend zu wirken. Dadurch verleiht er “Soylent Green – … Jahr 2022 … die überleben wollen” eine spannende Dynamik, die den Zuschauer in seinen Bann zieht. Überzeugende schauspielerische Leistungen in Kombination mit einer markanten Bildkomposition machen aus diesem “frühen ökologischen Thriller” (“Lexikon des Internationalen Films”) ein nachhaltiges Werk, das zum Nachdenken über gegenwärtig herrschende, gesellschaftliche Verhältnisse anregt. Richard Fleischer gewann 1973 für “Soylent Green – … Jahr 2022 … die überleben wollen” den Nebula Award in der Kategorie “Beste Dramatische Präsentation”. (Quelle: ARTE)
Wer sich diesen Film heute antut, ist vielleicht froh, wenn der blaue Planet sich morgen von seiner dominierenden Spezies verabschiedet?!
Hier ein Trailer:

