Supergau in Japan: Wie wird Angela Merkel reagieren? – Gibt es einen neuen Atomausstieg

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

In Japan sind mittlerweile bei drei Atomkraftwerken massive Störungen bekannt geworden. Im AKW Fukushima droht im Block 3 eine weitere Kernschmelze. Japan und der ganzen Welt droht ein Szenario, das bislang von der Atomlobby stets als “Restrisiko” benannt wurde. Das eben diese Restrisiko jeden Tag bei jedem AKW in der Welt möglich ist, beweisen die ebenfalls als sicher eingestuften AKW’s in Japan.

Die Rot-Grüne Regierung in Deutschland hatte einmal den Ausstieg aus der Kernkraft beschlossen und man dachte, dass es doch noch etwas Vernunft auf dieser Welt gibt. Nach dem Regierungswechsel wurde allerdings alles wieder zunichte gemacht. Die Regierung Merkel/Westerwelle vollzog den Ausstieg aus dem Ausstieg. Sie ließ sich von der Atomlobby über den Tisch ziehen.

In Anbetracht der Tatsachen in Japan sollte Frau Merkel und Herr Westerwelle die Energiepolitik in Deutschland überdenken. Ob sie es tut, halte ich allerdings für unwahrscheinlich.
Norbert Blüm sagte damals, dass die Renten sicher seinen und Merkel/Westerwelle werden weiterhin sagen, dass die AKW’s in Deutschland sicher sind.

Eines werden Frau Merkel und Herr Westerwelle aber vor Augen haben. Es sind die kommenden Wahlen in Deutschland. Wenn Schwarz/Gelb nicht irgendetwas glaubwürdiges aus dem Hut zaubert, wird die Wahl in Baden Württemberg für die Union und für die FDP zu einem Desaster werden. Meist reagieren die Parteien nur dann, wenn ihre Macht gefährdet ist. Diese scheint der Fall zu sein.

Update:

Angela Merkel und ihr Vize Guido Westerwelle wollen sich heute (14. März) gegen 16:00 Uhr über die Situation der deutschhen AKW’s äußern. Vielleicht kommt doch etwas Bewegung in die deutsche Atompolitik?!

Update Ende.

Eines scheint mir allerdings sicher. Die Grünen, eigentlich die einzige Partei, die der Kernkraft schon seit Anbeginn an abgeschworen hat, wird einen enormen Zuwachs erfahren. Die bevorstehende Katastrophe bei den AKW’s in Japan dürfte die beste Wahlwerbung für die Grünen sein, die sich denken können. Traurig aber wahr.

Japan – Überleben Sony, Toyota, Mitsubishi und Co. die Naturkatastrophe?

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Den ganzen Tag läuft N24 im TV und ich bin immer noch schockiert und erschüttert. So langsam frage ich mich aber, wie sich diese Naturkatastrophe mit Erdbeben, Tsunami und dazu das selbst gemachte Problem des Supergaus im AKW Fukushima auf die Wirtschaft in Japan bzw. weltweit auswirken wird.
In Japan sitzen die Mega-Konzerne von Sony, Toyota, Mitsubishi und Co. Werden diese Konzerne das Endzeitszenario wirtschaftlich überleben oder nicht.

Die Katastrophe wird mehr als 10.000 Tote zu beklagen haben. Es ist schon fast verwunderlich, dass es nicht noch mehr Tote gibt. Die Zahl wird sich noch erhöhen aber gegenüber dem Tsunami in Indonesien vor einigen Jahren wird sie sich in Grenzen halten.

Wenn allerdings das AKW mit ihren diversen Blöcken den Supergau erfährt, dann wird ganz Japan betroffen sein. Dann werden auch keine Jod-Tabletten helfen. Japan droht der totale Kollaps.

Die betroffenen Menschen tun mir sehr leid und es ist nicht vorstellbar, wie es einem geht, wenn man alles verloren hat und nur mit dem nackten Leben davon kam.

Der Strom wird knapp und wird rationiert. Die Industrie in Japan wird dies auch zu spüren bekommen. Die ganze Infrastruktur ist zerstört und es wird Jahre brauchen, bis sich ein normales Leben in Japan wieder einstellt.

Konzerne wie Sony, Toyota und Mitsubishi könnten vom Weltmarkt verschwinden. Playstation, TV-Geräte und Autos aus Japan könnte es schon bald nicht mehr geben.

Das ist aber nur eine kleine Sicht der Dinge. Insgesamt geht es um viel mehr. Auf die Folgediskussionen nach der Katastrophe in Japan bin ich sehr gespannt.

Bei der nächsten Wahl in Deutschland – sie findet in Baden Württemberg Ende März statt, wird man wohl feststellen, dass die Grünen mehr Stimmen bekommen werden. Aber auch das wäre nur eine kleine Randerscheinung. Dennoch hoffe ich, dass sich durch die Katastrophe in Japan die politische Lage in Deutschland verändert und gerade bei der Energiepolitik ein Umdenken stattfindet. Deutschland hatte schon einmal ein Umdenken hin bekommen aber die Schwarz-Gelbe Koalition hat dies rückgängig gemacht. Ich hoffe nun, dass die Menschen in Deutschland der herrschenden Regierung bei den nächsten Wahlen klar macht, dass sie wieder den Ausstieg aus der Atomkraft wollen.

Wir können nicht weiter machen als wäre nichts geschehen. Die Atomkraftwerke mögen als sicher definiert werden. Dass sie es nicht sind und nie sein werden, zeigt Japan live im TV.

Livestream Großer Zapfenstreich für zu Guttenberg, live in der ARD

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Letztes Jahr gab es bereits den “Großer Zapfenstreich” für den ehemaligen Bundespräsidenten Köhler.

Heute kommt der ehemalige Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg in den Genuß bzw. zu dieser Ehre.

Ob ein ehemaliger Minister, der es mit der Wahrheit bei seiner Doktorarbeit nicht so genau genommen hat, ein “Großer Zapfenstreich” zusteht, steht hier nicht zu Debatte.

die ARD überträgt den “Großer Zapfenstreich für zu Guttenberg” ab 18:25 Uhr live in der ARD. Über die Mediathek bei ard.de wird es einen Livesream geben.

Da bleibt mir nur zu sagen “Helm ab zum Gebet”……

Der Große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr. Es steht Bundespräsidenten, Bundeskanzlern und Verteidigungsministern zu.

Der Große Zapfenstreich

Die Ausführung des Großen Zapfenstreiches unterliegt mindestens einem Musikkorps mit angeschlossenem Spielmannszug, zwei Zügen Begleitkommando unter Gewehr und einer Ehrenformation Fackelträgern. Bereits vor dem Aufmarsch
des Großen Zapfenstreichs ist am Ort des Geschehens die sogenannte „Perlenkette“, eine zusätzliche Linie von Fackelträgern, die den Zapfenstreich im Hintergrund rahmt, angetreten.

Elemente des Großen Zapfenstreiches sind im Allgemeinen:
der Aufmarsch der Ehrenformation mit dem Yorckschen Marsch und der Meldung des Zapfenstreiches an die zu ehrende Persönlichkeit durch den leitenden Truppenoffizier,
nach dem Kommando „Serenade!“ die Serenade, eine Aufführung von bis zu vier Musikstücken, die die zu ehrende Person auswählen darf,
nach dem Kommando „Großer Zapfenstreich stillgestanden! Großer Zapfenstreich!“ der eigentliche Große Zapfenstreich (Locken zum Großen Zapfenstreich und Preußischer Zapfenstreichmarsch als Traditionselement der Fußtruppen; Retraite mit drei Posten (Fanfarenrufe) als Traditionselement der berittenen Truppen; Zeichen zum Gebet).
nach dem Kommando „Helm ab zum Gebet!“ das musikalische Gebet, die von Dmytro Bortnjanskyj komponierte Choralstrophe, die später mit dem Text „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Gerhard Tersteegen unterlegt wurde
das Kommando „Helm auf!“, Abschlagen nach dem Gebet und Ruf nach dem Gebet,
nach dem Kommando „Achtung, präsentiert!“ (bzw. Wachbataillon: „Das Gewehr über! Achtung, präsentiert das Gewehr!“) die deutsche Nationalhymne,
Abmeldung des Großen Zapfenstreiches und Ausmarsch der Ehrenformation.

Zum Ausmarsch wird der Zapfenstreich-Marsch gespielt.

Das Locken zum Großen Zapfenstreich, das Zeichen zum Gebet und das Abschlagen nach dem Gebet werden als musikalische Kommandos nur von den Spielleuten (Spielmannstrommel und -pfeife) unter Leitung des Tambourmajors ausgeführt, die übrigen Musikstücke vom gesamten Musikkorps. Der Ruf nach dem Gebet knüpft musikalisch an die Retraite an und umrahmt so den Gebetsteil. Auf- und Abmarsch sowie die Meldungen sind mit weiteren Kommandos verbunden. Quelle: Wikipedia

Bahnstreik: Lokführer streiken – fährt mein Zug am Aschermittwoch? – Infos

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Die Lokführer hatten bei ihrer Urabstimmung für einen dauerhaften Streik gestimmt und dies sehr eindeutig. Peter Struck (SPD) hatte sich als Vermittler angeboten aber die GDL (Gewerkschaft deutscher Lokführer) lehnt Struck als Vermittler ab. Dies insbesondere deshalb, weil Struck bereits 2007 nicht unbedingt im Sinne der GDL operierte.

Die GDL wird jeweils 12 Stunden vor Streikbeginn über die Aktionen berichten. Aktuell gibt es noch keine Hinweise darüber, dass es am Mittwoch (Aschermittwoch) bereits zu Streiks kommen wird.
Ein Schwerpunkt bei den Streiks soll auf den Güterverkehr gelegt werden. Aber sicher wird davon auch der Nahverkehr betroffen sein.

Wer am Mittwoch Morgen sehen will, ob sein Zug Verspätung hat oder gar ganz ausfällt, der schaut am besten auf diese Internetseite der Deutschen Bahn. Dort kann man seinen Abfahrtsbahnhof eingeben und sehen, wie und wann die Bahnen fahren werden.

Schulausfall in Sachsen wegen Lehrerstreik auch am 9. März 2011?

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Heute waren wegen der Warnstreiks der Lehrer in Sachsen ca. 3/4 aller Schulen geschlossen bzw. es fand kein Unterricht statt. Nun werden sich viele Eltern und Schüler fragen, ob es auch am (Ascher)Mittwoch zu Únterrichtsausfällen wegen der Lehrerstreiks kommen wird.

Am Mittwoch sollen zunächst weitere Verhandlungen zwischen den streitenden Parteien geführt werden. Sollten diese Verhandlungen wieder kein Ergebnis bringen (davon gehe ich zunächst einmal aus) dann sind die Lehrer für weitere Streiks bereit.

Da am Mittwoch erst einmal verhandelt wird, gehe ich davon aus, dass es morgen keine Lehrerstreiks in Sachsen geben wird. Es kann aber schon am Donnerstag ganz anders aussehen.

Ich werde die Debatte in Sachsen verfolgen und hier berichten, wenn ich von neuen Lehrerstreiks Kenntnis erlange.

Grundsätzlich unterstütze ich die Forderungen der Lehrer. Nur ein gut bezahltes “Personal” ist auch gewillt gute Arbeit zu leisten. Hier geht es auch um die Schüler, die in der Tat motivierte Lehrer und Lehrerinnen brauchen. Die Bildungssituation in Deutschland ist sowieso nicht zum Besten gestellt. Damit es besser wird, ist fast jedes Mittel recht.

Wenn euch dieser Seite gefällt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr “Blog von Balrog” bei Facebook beitretet ;-)

CDU-Ossi De Maizière wird Nachfolger von Guttenberg – naja

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Laut den aktuellen Meldungen bei den Online-Gazetten wird wohl der bisherige Innenminister De Maizière neuer Verteidigungsminister. Das ging dann doch schneller als gestern noch gedacht.

Nachfolger für De Maizière im Innenministerium soll CSU-Landesgruppen-Chef Hans-Peter Friedrich werden.

Von De Maizière hat man als Innenminister bislang wenig vernommen. Einzig bei der Terrorwarnung ist er das Eine oder Andere Mal in Erscheinung getreten. Hatte er es als Innenminister mit den Terroristen aus dem Hindukusch nur bei der inneren Sicherheit zu tun, kann er nun aktive gegen den Terrorismus kämpfen. Bzw. seine Soldaten nach vorne schicken.

Irgendwie kommt es mir aber so vor, dass man nur deshalb De Maizière nimmt, weil der am wenigsten Wiederworte gibt. Angela Merkel kann sich derzeit (viele Wahlen stehen an) keinen selbstbewussten und kritischen Minister an ihrer Seite leisten.

De Maizière wird wohl nicht lange Verteidigungsminister sein. Wenn die nächste Landtagswahl in Baaden-Württemberg für die Union ähnlich vergeigt wird wie die in Hamburg, dann kann es gut sein, dass sogar Frau Merkel fällt und es bald Neuwahlen in dieser hübschen Republik geben wird.

Rücktritt von Guttenberg – wurden Medien bewusst ausgetrickst?

Posted in Politik | Posted by Jürgen Knösch |

Der überraschende Rücktritt von Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg ist das beherrschende Thema des Tages. Gab es im Vorfeld endlose Diskussionen wegen der Plakiatsvorwürfe gegen zu Guttenberg, die letztendlich zu Rücktritt führten, könnte nun ein weiteres Thema hinzukommen.
Die Pressekonferenz, die das Verteidigungsministerium heute Vormittag sehr kurzfristig einberufen hat, war so knapp geplant, dass viele Medien es nicht rechtzeitig schafften, die Reporter und die Kameras vor Ort zu bekommen.
Einzig der Sender n-tv war wohl rechtzeitig informiert (von wem auch immer) und konnte die Rede von zu Guttenberg zumindest per Handy übertragen. Bei n-tv war Anfangs nur der Ton zu hören. Live-Bilder gab es keine. Angeblich wollte das Verteidigungsministerium keine Live-Übertragung. Daher wohl auch nur die Audio-Berichterstattung von n-tv. Das Video der Rücktrittsrede wurde erst wesentlich später Verfügbar gemacht.

Bei “telefacts.tv Blog – Schweres schreibt” ist alles gut recherchiert und dokumentiert.

Der Ablauf des Pressesprecher Uwe Tautges wird wie folgt geschildert:

10:25 Uhr: Er hat den Auftrag erhalten, die Medien zu einer wichtigen Rede des Ministers um 11:15 Uhr einzuladen. In der Einladung hieß es, um 11.10 sei Einlass-Schluss. So werde verfahren, damit Zuspätkommende nicht den Kameraleuten und Fotografen durchs Bild laufen.

10:35: Einladungen per mail alle verschickt. Noch 40 Minuten bis zum Beginn der Rede.

11:05: Von den über 100 Journalisten stehen noch ca. 30 vor der Einlass-Kontrolle. Sie seien unbürokratisch in den Saal geführt worden, um pünktlich zu Beginn der Rede anwesend sein zu können.

11:16 Uhr: Beginn der Rede des Ministers.

Tautges betonte in dem Gespräch mehrfach, dass es allen freigestellt war, live zu übertragen. Er vermutet, dass den Sendern die Zeit zu knapp war.

Der Mediendienst „dwdl.de“ hat in dieser Sache auch recherchiert. Dies hört sich folgendermaßen an:

„Bei der Konkurrenz konnte man nur mit Staunen verfolgen, dass n-tv live dabei war. Bei N24 heißt es auf DWDL.de-Anfrage, das Verteidigungsministerium habe deutlich gemacht, dass eine Live-Übertragung nicht gewünscht sei, was auch eine reine Audio-Übertragung eingeschlossen hätte. Daran habe man sich gehalten. Bei Phoenix heißt es hingegen, es habe eigentlich gar kein Verbot einer Live-Übertragung gegeben. Vielmehr seien es unglückliche Umstände gewesen – die Einladung kam erst 40 Minuten vor Beginn der PK, auch aufgrund der Sicherheitsbestimmungen habe sich so schnell keine Live-Übertragung realisieren lassen, auch wenn man mit einem Ü-Wagen bereits vor Ort war.“

Wenn man das so liest, fragt man sich natürlich, warum der Rücktritt so “überfallartig” durchgeführt wurde. Die Antworten hat wohl nur das Verteidigungsministerium oder Herr zu Guttenberg selbst. Ich finde es höchst seltsam.