Pendlergeschichte – Der Schaffner und Thomas Anders

Posted in Pendlergeschichten | Posted by Jürgen Knösch |

Dem Pendler passiert es ab und an, dass er seine Fahrkarte zu Hause vergisst und plötzlich kommt der Schaffner und verlangt Einsicht über die Erlaubnis, den mickrigen, unbequemen Platz im Pendlerzug benutzen zu dürfen. Schon beginnen die Probleme, es sei denn, man kennt Thomas Anders…

Eine seltsame Einleitung, dass gebe ich an dieser Stelle gerne zu. Aber gestern hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art in meinem Pendlerzug.

Zunächst fing es so an, dass ich mich mit meinem Sohnemann im Zug verabredete und er mir schon vorab per SMS mitteilte, dass er sein Job-Ticket zu Hause vergessen habe. Morgens hatte er sein üblichen „Dussel“, da es keine Fahrkartenkontrolle gab.
Wenn man seine Monatskarte etc. vergessen hat, fühlt der Schaffner in der Regel ein Ticket aus und man hat am nächsten Tag einige Lauferei und muss obendrein 7 Eurotaler Bearbeitungsgebühr latzen.

Auch auf der Heimfahrt schien mein Sohn von der Fahrkartenkontrolle verschont zu bleiben aber nur fast… Kurz vor dem Zielbahnhof kam dann doch der Herr Schaffner.
Mein Sohn erklärte offen und ehrlich, dass er sein Job-Ticket vergessen habe. Als Vater sprang ich ihm freilich unterstützend zur Seite und erklärte dem Schaffner, dass ich als sein Vater versichern kann, dass er ein Job-Ticket habe. Nun kommts:

Der Schaffner: „Heißen sie genauso wie ihr Sohn?“
Ich: „Nein, ich heiße anders.“
Schaffner: „Thomas Anders?“
Ich: „Nein NORA….“

Der Zug bremste bereits und mein Sohn musste aussteigen. Der Schaffner trollte sich auch langsam und sah letztendlich davon ab, ein Ticket auszustellen.

So kann es im Leben gehen. Hätte ich auf das feine Wortspiel des Schaffners keine reflexartige Antwort geliefert, hätte es den üblichen Ärger gegeben. So haben alle Beteiligte ein wenig geschmunzelt und gingen zufrieden ihrer Wege.
Gut, dass ich seinerzeit “Modern Talking” mit Dieter Bohlen und Thomas Anders mitbekommen hatte und ich mich an die Goldkette von Thomas Anders erinnern konnte. An dem güldenen Kettchen prangte der Name „NORA“.

Danke Thomas Anders und danke Nora….. ;-)

PS: Ich hasse die Musik von “Modern Talking”, nur damit keine Missverständnisse auftreten ;-)

Pendlergeschichten: 50-Jähriger spielt Tiny Wings auf dem iPod – ist das noch normal?

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Spiele für Erwachsene auf dem iPod – Tiny Wings gehört sicher nicht dazu

Heute gab es im Pendlerzug von Frankfurt nach Fulda bzw. Bebra mal wieder eine Verspätung. Die Lokomotive hatte eine Störung und der Zug fuhr erst 15 Minuten später ab.
Immerhin gab es eine Durchsage des Zugbegleiters, dass es eine Störung gibt. Aber was ich dann beobachten durfte bzw. musste war schon arg. Ein Typ, ca. 50 Jahre alt, zog sein iPhone aus der Hose und begann doch tatsächlich ein Spiel zu spielen. Ich konnte sogar den Namen des Spiels erspähen, es war das Spiel “Tiny Wings”. Ein kleiner Vogel huschte über eine Landschaft mit Bergen und Tälern und jedesmal, wenn es bergab ging, wischte der Kerl wie blöd auf dem Touchscreen herum.

Der 50-Jähige war ich selbst

Ok, ick löse uff, würde der Berliner sagen. Der Typ, der wie wild auf dem Touchscreen herum wischte war tatsächlich ich selbst.
Mein iPhone habe ich seit ca. 5 Wochen und mein Sohnemann konnte es nicht unterlassen, mir einige Apps in Form von Spielen auf das Ding zu laden. Ich sagte ihm noch, dass ich das Zeug nicht brauche, da ich damit nichts anfangen kann. Das App der Deutschen Bahn finde ich allerdings recht sinnvoll. Auch das hat er mir runter geladen.

Nun hatte ich also dieses Spiel auf meinem iPhone und da es mal wieder Verspätung gab, dachte ich, ok, schau mal wie das Spielchen funktioniert, haha.

Ich war ja schon recht stolz, dass ich nach kurzer Zeit begriffen habe, wie das Spiel funktioniert und was ich tun muss. Also wischte ich fortan wie blöd auf dem iPhone herum, damit ich endlich mal auf die zweite Insel komme. Das Spiel nahm mich also in seinen Bann. lol.

Auch 50-Jährige können Spiele auf dem iPhone spielen

Es dauerte gar nicht so lange. Nach circa 12 Anläufen schaffte ich es tatsächlich zur 2. Insel und nach weiteren 12 oder 15 Versuchen landetet ich sogar auf der 3. Insel.

Soll ich mich nun deswegen schämen? Ne, tu ich nicht. Es war ein netter Zeitvertreib und ich werde es wohl bei der nächsten Verspätung meines Zuges erneut spielen. Ich will ja schließlich auch auf die 4. Insel kommen ;-) .

Wenn ihr auch Pendler seid, wundert euch nicht, wenn auch ältere Menschen auf dem iPhone seltsam herum wischen und dabei hoch konzentriert ausschauen ^^.

Pendlergeschichten: Finderlohn

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Pendlergeschichten: Finderlohn
Als ich heute morgen den Regional-Express Richtung Frankfurt am Main glücklicherweise gerade noch erreicht hatte, suchte ich mir einen freien Platz und zog erst einmal Handschhuhe und Mütze auf und fingerte danach ein Päckchen Tempo aus der Seitentasche meiner Jacke.
Dabei fiel mir wohl etwas aus der Tasche, was ich allerdings nicht bemerkte. Ich putzte erst einmal die Nase und wollte gerade den Schleppi aus dem Rucksack holen, als ein junges Schulmädchen, das mir auf der anderen Sitzreihe schräg gegenüber saß, sagte, dass da etwas aus meiner Jackentasche gefallen sei. Puuh, ich schaute auf den Boden links neben mir und entdeckte einen zusammengeknüllten 50 Euroschein.
Da fiel es mir ein, ich wollte den Geldschein schon am Samstag in mein Portemonnaie stecken, hatte es aber dann doch verdrängt.

Ich hob ihn rasch auf und holte versäumtes nach. Natürlich bedankte ich mich bei dem Mädchen. Dann überlegte ich, dass ich dem Mädel ja wohl einen Finderlohn zukommen lassen müsste.

Wann erlebt man schon mal, dass ein junger Teenager einen auf verlustig gegangenes Geld aufmerksam macht? Sie hätte den Schein beim Aussteigen einfach aufheben können und wäre um 50 Euro reicher gewesen.
Die Jugend ist also gar nicht so schlecht, wie sie immer hingestellt wird.

Wie viel Finderlohn sollte ich ihr nun geben. Ich schaute im Portemonnaie nach und fand im Münzfach nur rotes Zeug. Das taugte schon mal nicht zum Finderlohn. Ein 5 Euroschein könnte es werden. Leider war keiner da aber es befand sich noch ein 10 Euroschein im entsprechenden Fach des Geldbeutels.

Also zog ich die 10 Euro elegant aus dem Portemonnaie und reichte ihn dem Mädchen. “Finderlohn” sagte ich ihr lächelnd. Sie lächelte freilich auch und bedankte sich artig. Danach schaute sie ungläubig ihre Schulkolleginnen an und steckte den Schein in ihr Portemonnaie.

Danach hatte ich ein gutes Gefühl. Die Ehrlichkeit eines jungen Menschen wurde belohnt. Sie wird es nicht vergessen und heute sicher einigen in der Schule und auch zu Hause erzählen.
Mancher Schüler wird sagen, dass sie lieber die 50 Euro hätte aufheben sollen, andere werden sie beglückwünschen.
Die Eltern aber werden stolz auf ihre Tochter sein.

Terroristen im Regional-Express?

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Terroristen im Regional-Express?
Morgen fahre ich wieder mit dem Regional-Express nach Frankfurt am Main. Seit der Terrorwarnung schaut man sich seine Mit-Pendler schon einmal etwas genauer an.
Es gibt so einige Pendler, die irgendwie islamisch aussehen. Junge Frauen mit Kopftüchern – sehr verdächtig. Auch die jungen Kerle, mit Goldkettchen um den dünnen Hals – nicht minder verdächtig.

Stop!!! Natürlich sind nicht alle Menschen, die irgendwie islamisch oder einfach türkisch aussehen, potentielle Terroristen. Die meisten von den jungen Leuten sind wohl in Deutschland geboren und haben mit Terrorismus genauso wenig am Hut wie Guido Westerwelle mit Heterosexualität.

Ich kann mir aber vorstellen, dass dieser Tage viele islamische Mitbürger noch mehr aushalten müssen als sie sowieso schon auszuhalten haben.
Die Integrationsfähigkeit lasse ich hier mal außen vor. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass sich die meisten Menschen mit Migrationshintergrund sich nicht integrieren wollen. Das ist eher der Anspruch der deutschen Politiker.

Deshalb sind sie aber noch lange keine Terroristen. “Obwohl” würde nun Rüdiger Hoffmann an dieser Stelle anmerken…

Nein, ich glaube nicht wirklich, dass Terroristen sich in einem Pendlerzug befinden. Falls doch, dann nur, um an geeignetere Plätze in der Republik zu gelangen.
Den Hauptbahnhof Frankfurt halte ich auch nicht für ein potentielles Ziel der Terroristen. Zuviele Dönerläden und sonstige Geschäfte, wo sich Menschen mit islamischem Hintergrund ihre Brötchen bzw. ihr Fladenbrot verdienen.

Sichere Orte sind derzeit wohl sowieso die Dönerläden oder die Süpermarkets, die von islamischen Mitmenschen geführt werden. Also vielleicht mal den Aldi links liegen lassen und zum “Türken” gehen.

Die Bomben werden wohl mit einem Paketdienst an die Zieladressen geliefert. Die Republik macht aber mächtig mobil. Polizisten wurde der Urlaub bis Weihnachten gesperrt und alles ist in Alarmbereitschaft. Alleine das ist schon ein Erfolg der Terroristen. Die ganzen Aktion um die “Innere Sicherheit” kostet Millionen.
Der “Kleine Terrorist” kann sich also gemütlich zurück lehnen und sich die Hände reiben. Er hat schon mit Attrappen einiges bewirkt. Gut gestreute Informationen reichen offenbar aus, um eine Demokratie in Angst und Schrecken zu versetzen.

Liebe Leute, wir können Terroranschläge nicht verhindern. Was wir aber machen können ist “Weitermachen”. Ich werde mir jedenfalls von den Drohungen nicht das Leben vermiesen lassen. Wie haltet ihr es?

Das Thema “Terrorismus – wie bedroht sind wir” wird auch Thema bei Anne Will, heute um 21:45 Uhr in der ARD sein. Dort wird dann mit Experten diskutiert werden.

Erster Streiktag der Bahn – Chaos total

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Warnstreik der Bahngewerkschaften bringt die Pendler in Wallung
Zur Zeit rollt der erste Tag der Warnstreiks der Bahngewerkschaften GDBA und Transnet. Bislang gibt es bereits jede Menge Zugausfälle.
Auf meiner “Hausstrecke” (Fulda – Frankfurt am Main – Fulda) sah es laut Internet heute morgen zunächst noch recht gut aus.
Als ich um 4:30 Uhr nach meinen Verbindungen schaute, gab es keine Zugausfälle und zumindest mein Sohn konnte pünktlich um 5:15 Uhr zu seiner Ausbildungsstelle fahren.

Etwas später, so gegen 6:00 Uhr trübte sich allmählich das Bild. Bei meinem Regional-Express, der um 6:34 Uhr fahren sollte, wurden ca. 5 Minuten Verspätung angezeigt. Immer noch kein Grund zur Panik, das ist ja fast normal. Auf dem Bahnsteig angekommen, hörte ich allerdings

Afrikanische Schwarzfahrerin zeigt Schaffner Grenzen auf

Posted in Gesellschaft, Pendlergeschichten | Posted by Jürgen Knösch |

Afrikanische Schwarzfahrerin zeigt Schaffner Grenzen auf
Schon lange gab es hier im Blog keine “Pendlergeschichte” mehr. Heute ist aber mal wieder soweit, weil ich die kleine Episode, die ich gerade erlebt habe, sehr amüsant finde.

Ich saß im Regional-Express und neben mir saß ein Polizist. Das ist ja erst einmal nichts besonderes. Kurz nach dem wir losgefahren sind, kam der Schaffner vorbei und hielt dem eigentlich schlafen wollenden Ordnungshüter einen Pass hin und fragte, ob er ihm sagen könne wann die Frau geboren sei, er könne in dem Pass nichts finden.

Der Polizist (Beamte sind immer im Dienst ;-) )blätterte kurz in dem bunt bestempelten Pass und erklärte nach kurzem Studium des Ausweispapiers, dass die Dame 1992 geboren sei. Es wäre nichts ungewöhnliches bei Afrikanern, dass nur das Geburtsjahr und nicht das genaue Datum angegeben sei. Aha, es handelte sich also um eine Afrikanerin.

Mit dieser Erkenntnis versuchte der Schaffner nun mit Hilfe seines kleinen mobilen Dateneingabegerätes, die Daten für die anstehende “Schwarzfahrergebühr”, auch erhöhtes Beförderungsentgelt genannt, ein zu tippen.
Leider ging es nicht. Wenn der Schaffner nur das Geburtsjahr eintippt, akzeptiert es das garstige Eingabegerät nicht. Es verlangt das vollständige Geburtsdatum. Um uns herum grinste schon alles.

Ich bot ihm hilfreich an, er solle doch einfach den 01.01. nehmen. Der Schaffner hatte aber seine eigenen Vorstellungen und nahm den 01.02.1992 als Geburtsdatum.
Nun wollte der Schaffner noch wissen, wo die Dame ihren Wohnsitz habe. Da war aber selbst der Polizist überfragt aber er stand auf um dem Schaffner auch weiter zu Seite zu stehen. Schließlich muss das Schwarzfahren der schwarzen Afrikanerin (welch nettes Wortspiel) geahndet werden. Wo kommen wir denn sonst hin.

Die betroffene Afrikanerin sah ich leider nicht. Sie saß wohl in einem anderen Abteil. Ob die Bahn nun nach diesem Eklat mit dem mobilen Eingabegerät ein Update vom Anbieter einfordert, ist mir nicht bekannt. Ich konnte es mir allerdings vorstellen.

Pendlergeschichte: Mönch hat viel Platz im Zug – Missbrauchsmeldungen und die Folgen

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Pendlergeschichte: Mönch hat viel Platz im Zug – Missbrauchsmeldungen und die Folgen
Heute ist etwas sonderbares im Regional-Express geschehen. Kurz vor Abfahrt des Zuges kam ein Mönch in das Abteil und hat sich, schräg vor mir, zu zwei Pendlern auf einen freien Platz eines “Vierer-Sitzes gesetzt. Der Mönch ist scheinbar nicht nur mir aufgefallen. Es fahren ja auch nicht alle Tage irgendwelche Mönche im Pendlerzug.
Viele drehten ihre Köpfe, um sie danach zusammen zu stecken und zu flüstern. Die beiden, zu denen sich der Mönch gesetzt hatte, tuschelten auch schon.
Der Mönch war wohl zwischen 50 und 60 Jahre alt. Es ist nicht ganz leicht, einen Diener Gottes auf sein Alter zu schätzen. Sie sind meist recht blass und sind häufig etwas fülliger, wodurch frühzeitige Faltenbildung im Gesicht vorgebeugt wird. Sie sind also meist älter als es nach dem ersten Anblick scheint.

Kurz nachdem der Zug losgefahren war, geschah etwas unerwartetes. Die zwei beim Mönch zogen ihre Jacken wieder an und suchten sich zwei andere freie Plätze. Diese Aktion verursachte abermals heftiges Getuschel. Dem Mönch war es sichtlich unangenehm. Er rutsche nervös auf seinem Platz herum und suchte durch ein unsicheres umher blicken nach verständnisvollen Blicken. Leider gab es die nicht. Alle schauten weg oder taten so als hätten sie gerade furchtbar wichtige Dinge zu besprechen.
Auch als bei den nächsten Haltestationen mehr Menschen zugestiegen sind, setzte sich niemand zu dem Mönch.Mir tat der Mönch auf einmal Leid.

Er hatte dies natürlich wegen den zigfachen Meldungen über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche zu erdulden. Die Wut im Volk ist sehr groß und eine Folge davon ist die Gleichmacherei. Alle die wie ein Priester oder ein Mönch ausschauen, sind erst mal alle potentielle Kinderschänder.
Ich nehme mich auch nicht davon aus. Ich habe schon einige Posts zu dieser Thematik veröffentlicht und war dabei bestimmt nicht zimperlich mit der katholischen Kirche.

Durch das Geschehene wurde ich aber zum Nachdenken gebracht.
Wer kann mit Bestimmtheit sagen, dass gerade dieser Mönch in einen Missbrauchsfall verwickelt ist? Niemand kann das. Durch die Verallgemeinerung und Gleichmacherei der Medien, und dazu rechne ich die Blogs auch, wird eine Stimmung erzeugt, die einer aufgeklärten Gesellschaft nicht würdig ist.
Man sollte sehr gut überlegen, wie man die täglichen neuen Missbrauchsfälle verarbeitet.

Sicher muss man die Fälle verurteilen und darf auch wütend sein. Wütend darüber, wie die katholische Kirche damit umgeht und nicht gerade schnell mit der Aufklärung der Fälle ist. Auch die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien könnte wesentlich besser sein.

Der Papst selbst hüllt sich immer noch in Schweigen. Vielleicht betet er auch schon tagelang, dass dies alles nicht wahr ist, und sich als böser Traum entpuppt. Das tut es freilich nicht.

Wir Menschen müssen aber aufpassen, dass wir bei allem differenzieren.

Durch das Aufstehen der beiden Pendler wurde der Mönch geradezu diffamiert. Galten Mönche früher als gute Seelsorger gelten sie nun als Kinderschänder.

Die katholische Kirche sollte rasch ihre inneren Strukturen überarbeiten und auch die verjährten Fälle rückhaltlos aufklären. Nur dann ist der Schaden, den die pädophilen Priester angerichtet haben wieder einigermaßen gut zu machen. Ein pauschales “Um Verzeihung bitten” reicht bei weitem nicht aus.

Es gilt bei der ganzen Diskussion auch zu beachten, dass die Kirche jede Menge gutes bewirkt hat und auch weiter bewirken wird. Mutter Therasa sollte hier ruhig mal in Erinnerung gerufen werden.

Dabei ist es egal ob man gläubig ist oder nicht. Das ist einfach zur Kenntnis zu nehmen. Die katholische Kirche insgesamt ins Fegefeuer zu jagen, ist nicht der richtige Weg. Es liegt aber auch an der Kirche selbst, ob sie Reformen und Einblicke in ihr Inneres zulässt. Das Zölibat gehört auf den Prüfstein und die katholische Kirche sollte erkennen, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben.

Die Geschichte mit dem Mönch habe ich frei erfunden. Es könnte aber so oder ähnlich schon morgen geschehen….