Papst Benedikt XVI. schweigt weiterhin zu Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche
Es ist schon ein Kreuz mit dem Papst. Wenn man die Ereignisse um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche verfolgt hat, wartet ein jeder und ich denke, besonders die Mitglieder der katholischen Kirche, auf ein “Machtwort” oder zumindest um eine Meinungsäußerung vom Papst Benedikt XVI.
Was würde wohl DER sagen, der einst das Kreuz wirklich getragen hat?
Als der Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch, dem Papst letzte Woche persönlich von den Missbrauchsfällen berichtete, tat der Papst so, als hätte er erstmals davon gehört und er war freilich bestürzt. Nun warteten erst recht alle auf eine direkte, öffentliche Äußerung vom Ponifex.
Heute, anläßlich des Angelusgebets ging der deutsche Pontifex, Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholiken, auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn ein, nicht aber auf die sündigen Söhne der Kirche in seiner Heimat. Das ist mehr als schwach.
Man stelle sich das ganze Szenario mal innerhalb der deutschen Bundesregierung vor. Da wäre das
Geschrei gleich groß. Man würde die Kanzlerin nach einem Machtwort drängen, vielleicht nach einer Regierungserklärung. Führungsschwäche wäre das Wort, dass in allen Gazetten und Foren zu lesen wäre.
Der Papst scheint das alles aus sitzen zu wollen. Bei Kanzler Kohl hatte das damals ja auch funktioniert.
Vom Zölibat rückt Benedikt nicht einen Millimeter ab. Es sei ein “Geschenk Gottes”.
Der “heilige Zölibat” sei ein “kostbares Geschenk” und “Zeichen der vollständigen Hingabe” an Gott, sagte der Papst bei einem Treffen mit Teilnehmern einer Tagung der Kleruskongregation am Freitag im Vatikan. Die Kirche müsse an der Besonderheit des Priesteramtes festhalten und sich nicht “den Moden der säkularisierten Gesellschaft unterwerfen”.
Ok, Benedikt würde eine Aufhebung in seinem Alter nicht mehr viel nützen. Seine besten Tage hat er diesbezüglich wohl hinter sich. Was ist aber mit seinen Priesterkollegen, die im besten Mannesalter sind und täglich die Stelle in der Bibel lesen “Seid fruchtbar und mehret euch”?!
Dazu ist dann wohl ein entsprechender kirchlicher Kommentar zur Bibel heranzuziehen.
Das ganze Dilemma bei und in der katholischen Kirche zeigt mir nur mal wieder, dass sie irgendwo im Mittelalter hängen geblieben ist und die Neuzeit komplett verschlafen wurde. Ab und an dann mit einem jungen Knaben an der Seite…..