Heute hat sich eine Tragödie in Russland ereignet und der deutsche Eishockey-Nationalspieler Robert Dietrich ist leider eines der über 40 Opfer. Robert Dietrich war der Star der Eishockey-Mannschaft „Lokomotive Jaroslawl“. Wenn man solch schreckliche Meldungen liest, werden Erinnerungen an den Flugzeugabsturz von 1958 wach. Damals waren die Mannschaft von Manchester United betroffen.
Wer lenkt solche Schicksale, frage ich mich regelmäßig, wenn es Flugzeugabstürze zu beklagen gibt. In den Flugzeugen sind meist Menschen unterschiedlichster Herkunft. Ab und an trifft es aber wie heute eine ganze Sportmannschaft. Von den 45 Insassen des Flugzeuges sind 42 gestorben. Die Sinnlosigkeit kann man nicht begreifen.
Wenn das Unglück irgendwo im Ausland geschieht und kein Deutscher an Bord war, dann geht man leicht über solch eine Tragödie hinweg. Sobald aber ein Deutscher an Bord war, dann berührt es einen schon mehr. Wenn es ein bekannter Sportler oder sonst eine bekannte Persönlichkeit ist, dann noch mehr. Es handelt sich dann um einen Menschen, dessen Gesicht und dessen Laufbahn man kennt.
Ich drücke mein Beileid an alle Angehörigen der Opfer aus!
1958 traf ein ähnliches Unglück die Fußball-Mannschaft von Manchester United
Im Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Landesmeister trat die Mannschaft um Trainer Matt Busby gegen Roter Stern Belgrad an und qualifizierte sich souverän für die nächste Runde.
Beim Rückflug musste die Airspeed Ambassador G-ALZU einen Tankstopp in München einlegen und beim 3. Startversuch kam es zum Unglück.
Insgesamt waren 44 Menschen an Bord der Maschine, wovon 23 ums Leben kamen. Die restlichen 21 Personen überlebten den Unfall teilweise schwerverletzt. Vom Team aus England waren folgende Spieler unter den Todesopfern:
Geoff Bent,
Roger Byrne,
Eddie Colman,
Mark Jones,
David Pegg,
Tommy Taylor und Liam Whelan.
Duncan Edwards verstarb 15 Tage später im Krankenhaus.
Der Trainer Matt Busby und seine Spieler Johnny Berry, Jackie Blanchflower, Dennis Viollet, Ray Wood, Bobby Charlton, Bill Foulkes, Harry Gregg, Kenny Morgans sowie Albert Scanlon überlebten das Unglück und werden sich lange gefragt haben warum ausgerechnet sie überlebt haben.
Das “Drehbuch” scheint für jeden Menschen geschrieben zu sein
Es ist meine eigene Theorie, die ich bei solchen Unglücken und auch bei Todesfällen in meiner eigenen Familie und in meinem Bekanntenkreis anwende. Ich gehe davon aus, dass für jeden Menschen seit Geburt eine Art Drehbuch fertig geschrieben vorliegt. Wann das Leben endet und wie es endet, scheint mir “geschrieben zu sein”. Andere nennen es einfach Schicksal……
Das Leben ist selten gerecht und oft kann man die Geschehnisse, gerade schreckliche Geschehnisse, nicht verstehen. Wenn man es verstehen und erklären könnte, hätte das Leben andererseits weniger Reiz.
Man sollte also für jeden Tag dankbar sein, den man erleben darf. Hadert nicht mit eurem Leben, lebt es!

