Knochenmarkspender Blutgruppe AB Rhesusfaktor negativ gesucht!
Mich erreichte gerade eine Nachricht einer Freundin, die mich traurig stimmen ließ! Es geht um nicht mehr als ein Menschenleben. Aber es stellte sich leider als Fake heraus, wenn nicht gar Betrug. Es geht vordergründig mehr um Email-Adressen als darum einem Menschen zu helfen!!!
Es geht um eine Frau mit einer Leukämieerkrankung, die dringend eine Knochenmarkspende braucht. Schaut also mal nach, welche Blutgruppe ihr habt und meldet euch an:
Heiko Spatz
Eichendorffstraße 5
63773 Goldbach
Tel. 0170/6332300
Hier ist der Inhalt der E-Mail, der eigentlich alles erklärt und nicht näher erläutert werden muss:
Ich wende mich an Euch, weil ich ziemlich verzweifelt bin.
Ich hoffe, Ihr könnt mir und meiner Freundin helfen, und lest diesen Brief!
Das Problem ist, dass meine Freundin an Leukämie erkrankt ist…
Es hat sich herausgestellt, dass Sie nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Aus diesem Grund seid Ihr meine letzte Chance ihr zu helfen.
Wir benoetigen dringend eine/n Spender/in mit der Blutgruppe ‘AB Rhesus
negativ’, der/die bereit waeren, ggf. Knochenmark zu spenden.
Dies ist fuer Euch nur ein kleiner Eingriff, kann aber meiner Freundin zu
Leben verhelfen.
Wenn jemand diese Blutgruppe hat, möchte er/sie sich doch bitte mit mir in
Verbindung setzen.
Alles weitere besprechen wir.
Sendet bitte diesen Brief an alle, die Ihr kennt!!!
Fragt in eurem Bekanntenkreis nach!!!!!
Ich danke Euch fuer Eure Hilfe!!!
Ich hoffe und wünsche mir, dass der Freundin, dem Mensch, geholfen werden kann!!!
Der SPD-Mann Frank-Walter Steinmeier hat dieser Tage seiner Frau eine Niere gespendet und sie vor der Dialyse bewahrt. Helft nun mit und sucht nach dieser Blutgruppe AB Rhesusfaktor negativ. Danke!
PS: Ich hoffe, dass es sich tatsächlich um einen Hilfeaufruf handelt, falls ihr euch melden wollt, dann seid bitte vorsichtig. Ich möchte nicht, dass hier einem Betrüger aufgesessen wird!
Update:
Ich habe noch mal ein wenig recherchiert. Das hätte ich wohl vor der Veröffentlichung tun sollen.
Dies habe ich in einem Forum gefunden:
Halle/MZ. Man muss ja nicht viel tun, um ein guter Mensch zu sein. “Schickt diese Mail wenigstens weiter”, fleht der Absender, “wenn ihr selbst nicht helfen könnt, kann es vielleicht einer eurer Freunde.” Wer mag da noch widerstehen? Schnell wird das komplette Adressbuch mit der flehentlichen Bitte bedacht, die man geschickt bekommen hat, weil die eigene E-Mail-Adresse bei jemandem im Adressbuch steht, der genau so dachte: Wenn ich schon nicht helfen kann, dann schicke ich’s wenigstens weiter.
Es geht schließlich um Großes, Lebenswichtiges sogar – wie bei der Mail, die in diesem Sommer wieder kursiert. Heiko Spatz aus Goldbach, heißt es da, habe eine Freundin, die an Leukämie erkrankt sei und dringend einen Knochenmarkspender brauche. Spatz meint es ernst, er schickt sogar seine Handynummer mit. Der Reflex vieler Empfänger ist klar: Da muss man helfen, das muss man weiterleiten.
Genau das macht aus, was Experten einen Hoax (Schabernack) nennen: Eine erfundene Geschichte wird so glaubwürdig erzählt, dass jeder, der sie hört, sie sofort weitererzählt. Daraus wird, wenn alles klappt, eine Art sozialer Virus, der sich immer weiter verbreitet – wie eben die Story von Heiko Spatz’ leukämiekranker Freundin, die ganz zu Beginn ihrer Internet-Karriere mal Julia S. hieß.
Das war im Jahr 2000, und schon damals stimmte nichts an der Geschichte: Weder war Julia S. an Leukämie erkrankt, noch auf der Suche nach einem Spender.
Den Siegeszug des von Wildfremden verfassten Hilferufs verhinderte das nicht. Und so hatte auch Heiko Spatz eines Tages eine Mail mit der Überschrift “Wenigstens weiterleiten” im Postfach. Spatz tat noch mehr. Er schrieb ein paar persönliche Zeilen, um der Bitte Nachdruck zu verleihen. Und hängte seine Signatur an die Rundmail.
Das war im Jahr 2002. Seitdem ist die Welt nicht mehr dieselbe für den Mann aus der Nähe von Aschaffenburg. Anfangs bekam Spatz 50 bis 60 telefonische Hilfsangebote am Tag, bis heute mailen ihn Menschen an, die mehr über Julia S. und ihr Schicksal wissen wollen. “Das zeigt, welche Gefahr Kettenbriefe in sich bergen”, meint Frank Ziemann, der an der TU Berlin seit Jahren einen Hoax-Info-Service betreibt. Einmal unterwegs, seien solche Mails nicht stoppen, sie verselbständigen sich – egal, ob sie nun Warnungen vor nicht existierenden Viren beinhalten, Aufrufe zu Knochenmarkspenden oder Tipps zu angeblich gerade kostenlos irgendwo zu beziehenden Handys.
“Wenn man den Verdacht hat, einen Hoax identifiziert zu haben”, empfiehlt der Experte, “sollte man das den Absender wissen lassen.” Meist hilft schon eine kurze Suche im Internet, um den Schwindel zu enttarnen. Wenn der Absender dann beim nächsten Mal selbst nachschaut, ehe er auf “Senden” drückt, stirbt der nächste Hoax, ehe er, wie der Julia-S.-Virus in diesem Jahr, ins schulpflichtige Alter kommt. Hier die Quelle
Ist also wohl ein Fake. Scheiß E-Mail-Rundbriefe!