Betonregal

Posted in Baubiologie, Panorama | Posted by Jürgen Knösch |

Beton trifft Edelstahl

Auf die Idee ein Betonregal zu bauen, kam ich als ich meine Hifi-Anlage neu präsentieren wollte.

Der Baumarkt gab nichts vernünftiges her und eine Freundin sagte dann “mach es halt aus Beton”. Gesagt, getan.

Eine Form war schnell aus OSB Holz hergestellt. Die Form für die Regalfüße mit einem Innengewinde gestaltete sich schon schwieriger, wurde aber auch erledigt. Durch das Innengewinde lassen sich etwaige Bodenunebenheiten jederzeit ausgleichen. Die Unterseite der “Füße” sind mit Kork belegt, damit der eventuelle hochglanzversiegelte Parkettboden keinen Schaden nimmt, grins.
Die einzelnen Regalböden sind mit Estrichgitter armiert.

Die getrockneten Platten wurden mit Klarlack lackiert, damit er Staub einfacher weg zu wischen geht.
Teuer sind die Edelstahl-Gewindestäbe und die dazu gehörenden Muttern und Unterlegscheiben.
Die Statik sollte schon stimmen, da das Regal kein Leichtgewicht ist, grins. Eine Platte wiegt ca. 30 kg bei einer Größe von 50 x 50 cm!
Wenn es aber erst mal aufgebaut ist, dann steht es aber auch. Es bildet einen schönen Kontrast zur sonstigen Holzeinrichtung.

Die Gefahr, dass ein Nachbar das gleiche Regal besitzt ist unwahrscheinlich, haha. Bei Interesse an einem Kauf eines solchen Regales bin ich gerne bereit ein unverbindliches Angebot zu machen. Die Größe und die Form ist nicht unendlich aber es lässt sich einiges machen.

Außendämmung mit Schafwolle und Fassade verschindelt

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Außendämmung mit Schindelfassade

Bei der Überlegung, welches Dämmmaterial ich verwenden wollte und wie die Außenfassade hernach gestaltet werden sollte stand im Vordergrund, dass ich keine Firma beauftragen wollte bzw. mangels der entsprechenden Mittel, konnte.
Also mussten Materialien gefunden werden, die ich mit etwas Geschick und Geduld selbst verarbeiten konnte. Obendrein sollten sie noch baubiologisch in Ordnung sein.

Schließlich stieß ich in einer Bauzeitschrift auf eine Anzeige über Dämmmaterial aus Schafwolle. Diese Schafwolle war nur mit Borsalz behandelt, 50 cm breit, 6 cm dick und auf Rollen à 10 m gewickelt.

Damit ich seinerzeit in den Genuss von Zuschüssen kommen konnte musste die Dämmung mindestens 12 cm stark werden.

Dies bedeutete, dass ich 2 Lagen Schafwolle aufbringen musste.

Hierzu wurden zunächst vertikal 6 x 6 cm starke Kanthölzer horizontal in einem Abstand von ca. 48 – 49 cm mit Hilfe von Rahmendübeln angebracht.

Die Schafwolle wurde dann lediglich mit einem Tacker an die Kanthölzer befestigt.

Danach wurde die 2. Lage Kanthölzer vertikal angebracht. Dieses Mal habe ich Kanthölzer jedoch angenagelt. Geht schneller und ist wesentlich preiswerter.

Danach wieder das Spiel mit der Schafwolle und dem Tacker.

Bei dieser Arbeit hatte ich das Gefühl, ich würde dem Haus einen Wollpullover stricken. Naja, so was in dieser Art war es auch.

Als die Dämmung fertig war, habe ich bitumierte Weichfaserplatten mit umlaufender Nut und Feder, 19 mm stark mit „Kopfnägeln“ an die vertikalen Kanthölzer angenagelt. ich habe dabei nur so viele Nägel verwendet, dass die Platte gut saß. Die eigentliche Befestigung erfolgte in einem weiteren Arbeitsgang als die Konterlattung angebracht wurde.

Etwas Geduld musste ich beim Abkleben der Außenecken und der Fensteranschlüsse mit einem Bitumenklebeband aufbringen. Lohnt sich aber in jedem Fall, da dadurch eine sehr gute Winddichtigkeit erreicht wird.

So, jetzt kam wie bereits angedeutet die Konterlattung dran. Auch die wurde genagelt. Bei er Lattung habe ich unbehandelt Dachlatten verwendet. Ich halte es nicht für erforderlich, dass die Dachlatten irgendwie imprägniert sein müssen. Sie sind dem Wetter nicht ausgesetzt und halten auch so viele Dekaden.
Nach der Konterlattung kam die Lattung für die Schindeln. Spätestens jetzt sollte man sich überlegen, ob man eigentlich einen guten Hammer hat. Ich hatte mir schon vorher einen englischen Latthammer gekauft und hatte damit ein wirklich gutes Werkzeug in der Hand, mit dem das Nageln wirklich Spaß machte. Ist der Kopf des Hammers zu leicht, tut man sich eher schwer und verliert bald die Lust an der Arbeit.

Eine Schwierigkeit bei der Neugestaltung der Außenfassade war: wie dämme ich die Fensterbacken und welche Fensterbank nehme ich?

Vorher waren hässliche Fensterbänke aus Kunststein angebracht. Diese habe ich kurzerhand bündig mit der Hauswand abgeschlagen und mich für Holzfensterbretter entschieden. Ebenso für die Fensterleibungen.

Als Holz habe ich Lärchenbretter in einer Stärke von 2 cm gewählt. Lärche ist sehr gut geeignet für den Außenbereich. Diese habe ich aber mit einer biologischen Holzlasur blau gestrichen. Ein kleiner Farbtupfer bei all dem Holz kommt sehr gut.

Die Fensterleibungen habe ich mit den bitumierten Weichfaserplatten gedämmt und anschließend die Lärchenbretter angeschraubt. Hierbei bitte darauf achten, dass die Schrauben versetzt angebracht werden, sonst kann sich das Brett verziehen! So hatte ich auch gleich einen Anschlag für die Schindeln.

Als eine der widerstandsfähigsten Schindelarten wurde mir die Alaska-Zederschindel empfohlen. Einfach auf eine Suchmaschine gehen und „Holzschindel“ eingeben. Es gibt mehr Anbieter als man denkt.

Die Schindeln, die ich verwendet habe sind handgespalten und 40 cm lang. Da sie gespalten und nicht gesägt sind, bietet sie der Verwitterung nur wenig Angriffsfläche.

In Nordamerika und Kanada werden sehr vielen Häuser geschindelt und halten wohl mindestens eine Generation.

Ein großer Vorteil von dieser Schindel ist, dass man sie nie streichen muss! Dass heist: Kein Gerüst ausleihen und keinen Pinsel in die Hand nehmen. Lieber spazieren gehen, oder?!

Auf das Schindeln gehe ich hier nicht weiter ein. Ich hoffe die Bilder sprechen für sich?!

Mittlerweile ist die Schindelfassade 13 Jahre (im Jahre 2009) am Haus und ich bin immer noch sehr zufrieden.

Lehmputz mit Kaseinfarbe lasiert

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Lehmputz

Als ich damals das Haus gekauft hatte, habe ich die Räume mit Raufaser tapeziert und alles weis gestrichen. Irgendwann hat es mich aber genervt. Mit der Zeit löste sich hier eine Ecke und dort eine.

Ich beschloss die Räume nach und nach mit Lehm zu verputzen. Mittlerweile gibt es einige Anbieter auf dem Markt. Der Lehmputz wird in Säcken zwischen 20 und 30 kg angeboten und ist schon fertig gemischt. Die Körnung und ob mit oder ohne Strohhäcksel o.a. ist letztendlich eine Geschmackssache. Derzeit verwende ich Putz mit einer Körnung von ca. 2 mm mit Strohhäcksel. Ist Strohhäcksel beigemischt, gibt es eindeutig weniger Risse. Wobei sich die Risse auch bei dem Lehmputz ohne Armierungszusätze in Grenzen hielten.

Lehm ist ein uralter Baustoff und hat eigentlich nur positive Eigenschaften. Er filtert Gerüche, kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und diese langsam wieder abgeben. Ein echtes Lehmklima nur mit Putz hin zu bekommen ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Dazu müsste man die Wände mit ca. 3 cm mit Lehm verputzten. Dann hätte man aber Sommer wie Winter eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit von ca. 60 %. Dies dürfte insbesondere Asthmatiker interessieren.

Eines muss einem klar sein. Fängt man erst mal damit an, sollte man ca. 7 Tage mit der Baustelle leben können. Der Putz braucht nämlich ca. 5 – 7 Tage bis er getrocknet ist. je nach Wetterlage. Also sollten die Arbeiten eher in den Sommermonaten durchgeführt werden.

Klasse finde ich, dass man auch zwischendurch mal mit dem Verputzen aufhören kann, z.B. um seine Blasen an den Händen zu behandeln, grins. Selbst wenn der Putz mittlerweile getrocknet sein sollte, kann man ihn einfach wieder anfeuchten und weiter arbeiten. Man sieht keine Übergänge. Stress wie beim arbeiten mit Gipsputzen und dergl. hat man also nicht.

Des Weiteren ist er nicht aggressiv und man hat keine Abfälle. Reste in den Garten oder auf den Kompost!

Die Verarbeitung selbst ist nicht schwierig. Als ich damals mit dem Lehmputz anfing, hatte ich keinerlei Erfahrungen mit verputzen. Es funktioniert eigentlich genau wie bei einem Gipsputz. Man schüttet den Sack in einem Bottich, gibt Wasser dazu, rührt um und kann anfangen.



Wichtig ist der Untergrund. Er sollte rau sein. Falls die Wände also zu glatt sind entweder mit einem Nagelbrett kräftig aufrauen oder einen Putzträger, etwa ein einlagige Schilfmatte, anbringen. Der Lehm bindet nämlich nicht wie andere Putze chemisch ab sondern haftet rein mechanisch.

Sollten Risse in der Wand sein, diese mit einem Jutegewebe armieren. Also etwas Lehmputz über den Riss schmieren, das Gewebe andrücken und darüber verputzen.

Wie man den Putz gestaltet, also alles schön winkelig und so glatt wie es geht, ist eine Geschmackssache. Ich habe den Putz am nächsten Tag mit einer Filzscheibe abgerieben und ihn so belassen. Es gibt nette Muster und mehr Oberfläche. Außerdem finde ich, dass Lehm und Akkurates nicht zusammen passt. Ich putze sogar die Ecken alle rund. Das gibt eine besonders behagliche Atmosphäre. Dazu werfe ich mit der Hand Lehm in die jeweilige Ecke und ziehe das Ganze mit einem 120er HT Winkel ab. Man kann freilich auch einen Streifen Fermacell in der Ecke befestigen und dann mit der Kelle arbeiten. Hier wäre der Vorteil, dass es schneller trocknet.

Wenn man mit dem verputzen fertig ist und der Lehm trocken ist, kann man mit einer Kaseeinfarbe an das weitere Gestalten gehen. Ich streiche 2 mal mit einer Kasseinfarbe und lasiere die Wände, Decken hernach mit einer Schwammtechnik. Ich hoffe die Bilder können dies gut wieder geben.

Massiver Eck-Holzschreibtisch

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Massiver Eck-Holzschreibtisch

Meine Tochter hat sich zu ihrem Geburtstag einen Schreibtisch gewünscht. Es sollte freilich etwas besonderes sein. Die Tischplatten, einmal 80 x 120 und 60 x 140 cm ist erstmal nichts besonderes. Die Füße sollten aber etwas besonderes sein. Diese bestehen aus 20 mm Rundholzstäben. Der Tisch ist so konzipiert, dass er auch schnell wieder zerlegt und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann.

Der Schreibtisch hat die Normhöhe von 72 cm. Auf Wunsch könnten hier freilich auch andere Maße genommen werden. Ein ähnlicher Schreibtisch besteht auch schon. Der Unterschied zu diesem besteht darin, dass die seitlichen Füße sowie der Mittelfuß in einer runden Variante ausgeführt sind. Dabei haben die seitlichen Füße je 3 Rundholzstäbe und der Mittelfuß 8 Rundholzstäbe, die in einer runden Platte eingepasst sind.

Die Oberflächenbehandlung fand mit Naturharzöl und Hartwachs statt. Also zieht die Oberfläche wenig Staub, da sie antistatisch ist!!!

Feng-Shui-Holzspirale

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Feng-Shui-Holzspirale


In vielen “alternativen Prospekten” sieht man nette Feng-Shui-Holzspiralen. Meist werden diese in Fernost gefertigt und sind eigentlich nicht wirklich gut gebaut.
Ich habe daher eine eigene Kreation entworfen und stelle sie hier dreist vor.
Die einzelnen Holzleisten sind sauber geschliffen und mit Wachsmalblöcken farbig gestaltet. Die Technik verrate ich hier freilich nicht.
Die hier gezeigte Spirale geht von 4 cm Länge in 2 cm-Abständen bis zu 40 cm und wieder zurück auf 4 cm.
Die einzelnen Leisten sind lediglich auf das Rundholz aufgesteckt und somit frei beweglich. d.h., die Abstände zueinander sind individuell einstellbar.
Dieser Art Feng-Shui-Spirale sagt man nach, dass sie die Energie im Raum hält.


Auch hier bin ich bereit ein Angebot zu unterbreiten. Es handelt sich in jedem Fall um ein Unikat. Genauso wie bei den zuvor beschriebenen Regalen. Ich bin kein Händler. Ich sehe das als künstlerische Objekt an und möchte sie hier vorstellen.

Sockelleiste für runde Ecken

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Sockelleiste für runde Ecken

Beim Thema Lehmputz hatte ich schon bemerkt, dass ich gerne die Ecken mit Lehm “rund” putze”. Ja, aber wie bekommt man dann eine passende Sockelleiste für runde Ecken? Ich habe lange überlegt und dann hatte ich doch eine Idee.

Man gehe in einen Baumarkt und kauft zig Rundholzstäbe mit einem Durchmesser von 18 mm. Diese sägt man denne in 7 cm lange Stücke.

Hernach bohrt man mit Hilfe eines Bohrständers jeweils 2 Löcher in die einzelnen Stäbchen. Hierbei bitte auf die Maserung achten!

Jetzt noch die Kuppe etwas rund schleifen, ölen und wachsen und schon sind die einzelnen Stäbchen bereit, auf zwei (zwei Löcher) Drähte aufgefädelt zu werden, grins.


Für einen laufenden Meter benötigt man ca. 64 Stück! Es ist die reine Fleissarbeit. Für mein Esszimmer hat das ganze 20 Stunden Arbeit bedeutet. Es hat sich aber gelohnt.

Jetzt konnte ich jede Rundung artig mit den aufgefädelten Rundholzstäbchen, also mit meiner Sockelleiste abschließen. Ich habe jedes siebte Stäbchen in die Wand angedübelt. Durch die eingearbeiteten Drähte konnte ich die Sockelleiste in jede Rundung drapieren.



Der Baumarkt mit seinen Standard-Sockelleisten hätte dafür jedenfalls keine Lösung angeboten.

Wer Handelsübliche Sockelleisten in einem Raum selbst anbringen möchte, steht bald vor dem Problem, die Ecken auf Gehrung zu schneiden. Hierzu habe ich einen guten LINK von Heimwerker-Aktuell für euch.