Pendlergeschichten

1. Pendlergeschichte nach Herzinfarkt – ein feister Kerl mit dicken Oberschenkeln

Lange gab es bei Blog von Balrog keine Pendlergeschichte mehr. Fußball und Wächtersbacher Ortspolitik standen zuletzt im Vordergrund. Nun habe ich seit dem 1. Juli mit der Wiedereingliederung in die Arbeitswelt begonnen, und es macht mir sogar Spaß. Was nette Kollegen und professionelle Führung doch alles bewirken können, lol. Ok, soweit zur Vorgeschichte, aber heute sitzt mir einer gegenüber, der meine volle Aufmerksamkeit hat und es gibt eine weitere Pendlergeschichte.

Ein großer, grobschlächtiger Kerl mit einem starren Blick sitzt mir gegenüber. Zuerst sind mir seine megadicken Oberschenkel aufgefallen, die im mindestens ebenso mächtigen Hintern enden. Wie er so da sitzt, wirkt es so, als wäre sein Sitz im Pendlerzug etwas höher als die übrigen Sitze. Die dicken Schenkel sind mit einer blauen Jeans bekleidet und über den dicken Rumpf wurde ein hellblaues Hemd geknöpft. Die Haare sind kurz und etwas struppig. Mit etwas Haargel wollte er wohl etwas Form in die Unordnung zwingen, was gründlich daneben ging. Um den leicht vorgestülpten Mund wuchern ein paar blonde Bartstoppeln, die sich auch über das nicht vorhandene Kinn ausbreiten.

Wenn er nicht so mächtig von der Erscheinung wäre, würde er im sowieso blauen Sitz eher weniger auffallen aber mir ist er halt mal aufgefallen. Die wurstigen Arme hat er vor dem Bäuchlein, artig verschränkt und die Äuglein fallen ihm immer wieder zu. In den eher kleinen Ohren stecken Ohrhörer von einem Sony-Musikgerät, das in der Hemdtasche eingeclipt ist. Sicher gröhlt Helene Fischer aus dem Musikgerät und der feiste Herr träumt vom letzten Konzert der russischen Schönheit, keine Ahnung. Ich mag jetzt auch nix mehr schreiben, sondern werde mich selbst etwas in den Sitz einkuscheln. Bis demnächst…..

Wenn euch dieser Seite gefällt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr „Blog von Balrog“ bei Facebook beitretet 😉

veröffentlicht von Jürgen Knösch, am 15. Juli 2015