Westernhagen

Alphatier Westernhagen im Capitol Offenbach – ohne Maske

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Gestern, am 8. April 2014, gab sich „Alphatier“ Westernhagen die Ehre, im Capitol in Offenbach, anlässlich seiner Pre-Listening-Tour zum Album „Alphatier“, zu spielen. Feine Atmosphäre, geniale Musiker und gut gelaunte Fans.

Anmerkung: Ich präsentiere hier keine aktuelle Fotos aus dem Capitol in Offenbach, da dies nicht gewünscht ist. Sehr viele Bilder gibt es aber auf der Facebook Seite „Westernhagen„.

Die 4. Station von Westernhagens Pre-Listening Tour zum neuen Album „Alphatier, war im hessischen Offenbach, gerne auch mal Bad Offenbach genannt. Bad Offenbach passt auch gleich besser, da sich Westernhagen im Jubel der Fans baden konnte!

Im Vorfeld der Club-Tour wurde bekannt, dass sich Marius Müller-Westernhagen von seiner langjährigen Ehefrau Romney getrennt hatte und nun mit Frau Lindiwe Suttle liiert ist. Frau Lindiwe fungierte auch gleich mal als hübsche, sich gut in Szene setzen könnende, Backround Sängerin an der Seite von Billy King. Sie konnte sich gut in Szene setzen, blieb aber dennoch im Hintergrund, aber Meister Westernhagen, offenbar schwer verliebt, brachte sie stets durch Gesten und Blicke auf sie, in den Fokus!

Die neuen Songs sind vom Feinsten!

1. Hereinspaziert, hereinspaziert
2. Alphatier
3. Liebe (Um der Freiheit Willen)
4. Oh, Herr
5. Clown
6. Engel, ich weiß…
7. Verzeih‘
8. Was ich will, bist Du
9. Liebeslied
10. Keine Macht
11. Halt mich noch einmal
12. Wahre Liebe

Der Meister selbst erklärte, dass das Album hauptsächlich von Lindiwe Suttle inspiriert wurde. Klar, wenn man sich mit 65 noch einmal neu verliebt, dann ist es wahrlich eine Inspiration! Die Lockerheit und Verliebtheit von Westernhagen konnte man auf der Bühne erleben und sich daran erfreuen. Im Album Alphatier hat Westernhagen offensichtlich die Trennung und auch die neue Liebe zu Lindiwe verarbeitet. Wenn einer persönliche Lebensumstände musikalisch verarbeiten kann, dann sicher Herr Marius!

Westernhagen ohne Maske

Wieso schrieb ich in der Überschrift „Ohne Maske“? Nun das ist mein eigener Eindruck. Bei den letzten Konzerten hatte Westernhagen stets seine Sonnenbrille auf, nen coolen Schal um den dünnen Hals und oft auch einmal einen Hut auf dem Haupt. Für mich, nach dem Erlebnis im Capitol, war das eine Maskierung. Nun tritt Marius ohne Bart, ohne Schal, ohne Sonnenbrille und ohne Hut auf. Er hat sich neu definiert und zeigt das auch auf der Bühne. Sehr erfrischend, nach meiner Ansicht. Ich gehe davon aus, dass ihn früher Frau Romney stilistisch beraten hat. Nun ist er wieder sein eigener Herr und kommt damit jünger, als er in der Tat ist, daher.

Brad Rice ist neben Westernhagen der Star auf der Bühne!

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Die Band von „Alphatier“ ist fast identisch mit der Band der Hottentotten-Tour. Allerdings fehlte Markus Wienstroer an der Leadgitarre und Frank Mead an der Mundharmonika und am Sax. Es gab eine reine Rock`n Roll Band mit drei Gitarren (Kevin Bents Akustik-Gitarre etc. und Boss der Band, Brad Rice Lead-Gitarre und John Conte virtuos am Bass), daneben der überragende Mann am Schlagwerk mit Spin Doctors Mitglied Aaron Comess und Jeffrey Young an den Tasten.

Brad Rice übernahm also den Part des Lead-Gitarristen und er lebte es mit heller Freude aus. Bei der Hottentotten-Tour war Brad Rice zwar auch sehr genial, aber selten sah man, dass er wirklich einmal aus sich heraus ging. Dieses Mal zelebrierte Brad Rice, aus Austin-Texas, seine wahre Stärke und verzückte sowohl weibliche als auch männliche Fans. Er bediente eine Vielzahl verschiedener Gitarren und er beherrschte sie. Dazu kam seine Bewegung mit der Gitarre und seiner Mimik. Es war überragend und ich bin ein echter Fan von Brad Rice. Nach dem Konzert stand er vor dem Capitol und gab bereitwillig Autogramme und hatte netten Small-Talk mit den Fans. Ich habe mir auch ein Autogramm von ihm geholt 😉 .

Mein Fazit

Ich habe schon viele Konzerte von Westernhagen gesehen und gehört und bin seit „Pfefferminz“ sein Fan. Das Album „Alphatier“ ist sehr geil und der Altmeister kann es scheinbar besser den je, seine derzeitige Verfassung, seinen Lebensabschnitt musikalisch auf die Scheibe zu pressen und auf der Bühne zu präsentieren. Ehrlich, direkt, provozierend, genau so, wie ich Westernhagen seinerzeit kennengelernt hatte, nur noch besser, reifer, präziser! Ich hoffe, dass nach der Pre-Listening Tour eine echte Tour in größeren Hallen stattfinden wird und ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

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veröffentlicht von Jürgen Knösch, am 9. April 2014