Bundesliga
3. August 2012

Jupp Heynckes widerspricht Uli Hoeneß im Fall Gomez

Jupp Heynckes kann die Kritik von Uli Hoeneß an Angreifer Mario Gomez nicht teilen. Der Trainer des deutschen Rekordmeisters rät seinem Stürmer, sich nicht von den Aussagen des Klub-Präsidenten beeinflussen zu lassen.

Beim 3:2 Testspielsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern konnte Mario Gomez nicht überzeugen. Lag es an der kürzlich von Uli Hoeneß ausgesprochenen Kritik an seinen Qualitäten, oder hatte er nur einen schlechten Tag? Der Präsident des FC Bayern München hatte mit dem Kommentar, „wenn Gomez sehr gut wäre, wären wir jetzt Champions-League-Sieger“, für Aufregung im Bayernkader gesorgt. Doch Heynckes widersprach seinem alten Freund und stellte sich auf die Seite des Nationalspielers. „Sie wissen genauso wie ich, dass das nicht so ist. Dann kann man viele Argumente bringen, wo es unter Umständen dran gelegen hat, aber doch nicht an Mario“, ließ er gegenüber „Goal.com“ verlauten.


Auch nach der schwachen Partie von Gomez im Testspiel und der darauf folgenden Kritik stärkte der Bayern-Trainer seinem Spieler den Rücken. „Das sind Dinge, da muss man mit leben. Ich finde, man sollte dem nicht so viel Bedeutung schenken. Das sollte man sich nicht so zu Herzen nehmen“, so Heynckes: „Ein Stürmer muss unabhängig davon, was ein Trainer, Manager oder Präsident sagt, motiviert sein und das ist etwas, was bisher auch bei uns der Fall ist. Die Spieler haben Spaß und Freude, von so Kleinigkeiten lassen wir uns nicht beeindrucken.“

Zur Freude des Bayerncoachs konnte sich im Testspiel ein junges Talent hervortun. Der 18-jährige Emre Can belebte das Münchner Spiel nach seiner Einwechslung und konnte sogar ein Tor erzielen. „Emre ist ein großartiges Talent und muss sich weiterentwickeln. Er macht eine gute Vorbereitung und ist sehr engagiert, er nimmt Dinge auf, versucht sie umzusetzen und ich muss sagen, mir gefällt das, wie er im Moment trainiert“, so Heynckes. Eventuell darf der Youngster sogar auf Einsätze in der 1. Bundesliga hoffen. „Wenn er so weiter macht, hat er unter Umständen auch Chancen, zu spielen. Das hat ja nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Leistung.“ Ob der Mittelfeldspieler sich tatsächlich gegen die hochkarätige Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt fraglich. Wetten sollte man darauf wohl noch nicht.

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(Jürgen Knösch)

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