Bundesliga
7. Juli 2012

VfL Wolfsburg – Pogatetz hat ehrgeizige Ziele

Noch im Februar verlängerte Emanuel Pogatetz seinen Vertrag mit Hannover 96 vorzeitig bis 2015, doch dann der Sinneswandel: Der Österreicher wechselte vier Monate später zum VfL Wolfsburg. Felix Magath baut auf Pogatetz als neuen Abwehrchef. Bei den 96ern hätte der 29-Jährige schon diese Saison in der Europa League -Qualifikation gespielt. Doch darauf verzichtete er, weil er bei den „Wölfen“ mehr Chancen auf die Champions League sieht.

Der Grund, warum der Abwehrspieler jetzt 70 Kilometer weiter nach Wolfsburg gezogen ist, sind nach eigenen Angaben „ganz klar die Chance, zu einem Verein zu kommen, der den Anspruch und die Aussicht hat, in der Champions League zu spielen”, sagt Pogatetz auf der VfL-Website. “Das ist eines meiner großen Ziele in meiner Karriere, welches ich mit dem VfL erreichen möchte, was auch möglich ist.“


Dafür verzichtet er kommende Saison sogar auf internationalen Vereinsfußball und die Teilnahme an der Europa Liga mit Hannover. Doch schätzt er die Perspektiven der Mannschaft von Felix Magath insgesamt als besser ein. „Als das Angebot kam, musste ich nicht zweimal überlegen”, so der Österreicher und erklärte weiter: “Hier sind die Möglichkeiten alles in allem größer, in Zukunft weiter vorne mitzuspielen.“

Das war aber wohl nicht der einzige Grund, warum er die 96er drei Jahre vor Ablauf seines Vertrages letztendlich verlassen hat. So hatte er Probleme mit Mirko Slomka in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit. Der Hannovers Trainer hatte den Innenverteidiger wegen Fitnessdefiziten vorrübergehend suspendiert und ihm Sondertraining aufgehalst.

Magath, der den Ruf hat ein konditioneller Schleifer zu sein, wird da nicht weniger fordernd sein. Aber Pogatetz weiß nach eigenen Angaben, auf was er sich eingelassen hat. „Ich war darauf eingestellt, dass es gleich ordentlich losgeht und erlebe daher in den ersten Tagen keine Überraschungen.“ Der 29-Jährige hat sich bereits in die Mannschaft integriert und ist von seinen neuen Mitspielern begeistert. „Es sind super Typen hier“, erzählte Pogatetz.

Wolfsburg hatte in der zurückliegenden Saison mit Platz acht in der Tabelle der 1. Bundesliga nur knapp die Europa League Qualifikation verpasst. Doch mit einer Tordifferenz von -13 Treffern musste Magath die Abwehr verstärken. Pogatetz war für eine Ablösesumme von 2,3 Millionen Euro zu den Wölfen gewechselt.

(Jürgen Knösch)

Leave a Reply