Bundesliga
27. Juli 2012

Naldo letztendlich doch ein „Wolf”

Werders Abwehrchef Naldo wird jetzt doch zum VfL Wolfsburg wechseln. Der Deal zwischen Werder Bremen und den „Wölfen“ wäre fast geplatzt, nachdem die Fitness von Naldo bei den medizinischen Tests in Frage gestellt worden war. Nach weiteren Checks ist der Brasilianer scheinbar doch spieltauglich, denn die Niedersachsen haben sich für ein Engagement des Innenverteidigers entschieden.

Schneller als bei einem Galopprennen das führende Pferd wechselt, überschlugen sich die Ereignisse bei dem Transfer des Bremer Verteidigers Naldo zum VfL Wolfsburg. Am Dienstag überraschte die Meldung, dass der Brasilianer in der nächsten Saison für die „Wölfe“ spielen werde. Werder hätte nicht mit dem Angebot des Ligakonkurrenten mithalten können. Am Mittwoch platzte dann die nächste Bombe, als der Transfer wegen des Gesundheitszustands von Naldo in Gefahr geriet. Felix Magath war zu der Pressekonferenz, auf der sein Neuzugang vorgestellt werden sollte, alleine erschienen und erklärte, dass der Brasilianer der Medizincheck nicht bestanden hatte.
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„Aufgrund von Naldos Verletzungshistorie müssen wir genauere Untersuchungen machen“, so Magath zu den Journalisten: „Wir arbeiten weiter daran, den Spieler zu verpflichten. Aber aufgrund der Verletzungsprobleme des Spielers in der letzten Saison ist eine eingehende Untersuchung von Naldo einfach notwendig.“ Der „Schleifer“, wie Magath auch genannt wird, betonte, dass der 29-Jährige voll und ganz Einsatzbereit sein muss, um in den Kader von Wolfsburg aufgenommen zu werden. „Wir müssen sicher sein, dass der Spieler auch in den nächsten vier Jahren seine Leistung bringen kann und daher möchte ich, dass er von einem Spezialisten noch mal gründlich untersucht wird.“

Naldo war in der Saison 2010/11 wegen eines Knochenödems komplett ausgefallen. Nach seinem Comeback bei Bremen wurde er weiterhin vom Verletzungspech verfolgt. So erlitt er erst im Januar diesen Jahres einen Außenbandabriss am Knie. Doch Magath gab den Brasilianer offenbar noch nicht so schnell verloren. Naldo ist gestern den ganzen Nachmittag behandelt und sein geschwollenes Knie bei einer Kernspintomographie genauer untersucht worden. Aufgrund dieser Untersuchungen, entschied sich der VfL jetzt doch für den Wechsel. Der Brasilianer erhält einen Vierjahresvertrag bis 2016. Er dürfte die „Wölfe“ ungefähr vier Millionen Euro kosten.

Der 29-jährige Defensivspieler hat in 173 Spielen für die Bremer 22 Tore geschossen. Ein herausragender Wert für einen Verteidiger. Am 18. August tritt die Mannschaft von Felix Magath dann zum Pflichtspiel in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den FC Schönberg 95 an.

(Jürgen Knösch)

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