Wer keinen Garten hat, der kann etwas Gemüse auch auf seiner Terrasse oder Balkon anbauen. Dazu braucht es nur etwas Erfindungsreichtum, einen großen Blumentopf, und das Saatgut. Ich habe Stangenbohnen in einem Blumentopf auf meiner Terrasse angebaut und freue mich schon auf die leichte Ernte.
Ich habe zwar einen Garten und habe auch dort Stangenbohnen ganz klassisch mit “Bohnenstangen” angebaut aber wie fein ist es doch, wenn man nur die Terrassentür öffnen braucht, um eine Portion Bohnen zu ernten.
Die Vorbereitungen waren nicht sehr aufwendig. Einen großen Blumentopf hatte ich noch, diesen mit Blumenerde gefüllt, ca. 10 Bohnen gelegt und mit etwas Blumenerde abgedeckt. Das Ganze dann immer schöne feucht halten. Nach wenigen Tagen keimten die Bohnen und nun sieht es bereits so aus:

Rankhilfe für Stangenbohnen im Topf
Wenn man Stangenbohnen im Gemüsegarten anbaut, dann nutzt man in der Regel die sogenannten Bohnenstangen als Rankhilfe. Diese können jahrelang immer wieder benutzt werden aber sie taugen nicht als Rankhilfe in einem Blumentopf. Sie würden erstens nicht stehen bleiben und würden zweitens einfach zu viel Platz wegnehmen. Also muss man sich etwas anderes einfallen lassen.
Ich habe die Rankhilfe mit einer Kordel gebastelt. Zunächst schnitt ich einen langen dünnen Haselnussast ab, entfernte die Blätter und bog daraus einen Kreis. Die Enden habe ich mit einer Kordel fixiert, damit er nicht wieder aufspringt. Den Blumentopf habe ich auf den Haselnussreif gestellt und da der Topf nach oben breiter wird, bekommt der Reif den Widerstand. Nun habe ich ein schmales Brett genommen und darauf einige Nägel eingeschlagen. Das “Nagelbrett” habe ich an einem Sparren der Pergola befestigt und dann haben ich mit der Kordel zwischen dem Reif und dem Nagelbrett die Rankhilfe gezogen.
Sicher sieht das nicht unbedingt sehr elegant aus aber es erfüllt seinen Zweck
. Vielleicht findet ihr ja eine schickere Lösung für die Rankhilfe.
Wenn man Radieschen im Topf anbaut, hat man weniger Probleme
. Vielleicht sollte man darauf achten, dass man den richtigen Tag für das säen auswählt. Gerade bei Radieschen habe ich die Erfahrung gemacht, dass man einen “Wurzeltag” für das Säen nehmen soll. Wählt man einen “Blatttag” dann gibt es jede Menge Kraut aber kaum Radieschen. Ein Blatttag eignet sich vielmehr für Salat.
Hier gibt es einen feinen “Mondphasen-Kalender“, den ihr downloaden könnt. Das überlasse ich aber jedem selbst. Für die Stangenbohnen eignet sich ein “Fruchttag”.
Viel Spaß beim Nachmachen und ernten!
(Jürgen Knösch)


Saucool Jürgen, endlich mal kein Fußballbericht!!!
Fußball wird ja auch eher bei “Live oder Livestream” gepostet
Hallo Ballrog, interessant dein Tipp zum Anbau von Stangenbohnen. Voriges Jahr hatte ich Tomaten in zwei eimergrossen Blumentöpfen auf meinem Balkon gepflanzt. Ein ganz schlauer Mensch gab mir den Tipp, die Tomaten zu düngen – mit Hornspänen. Daraufhin wurden die Tomaten riesengross und schön rot, bloss die Blätter wurden allesamt braun und fielen dann ab.
Die Tomaten musste ich dann alle wegwerfen, weil sie nach garnichts schmeckten, die waren innerlich vertrocknet. Dabei hatte ich sie morgens und abend reichlich gewässert.
Jetzt kaufe ich Tomaten nur noch auf dem Markt oder anderswo, aber eigentlich schmecken sie auch ganz selten…
Was ich noch schreiben wollte, Jürgen: Ich kenne dich ja noch aus Overblog-Zeiten und gratuliere dir dazu, was du mittlerweise aus deinem Blog gemacht hast. Du hast dich enorm hochgearbeitet. Auch dein Stil gefällt mir nach wie vor, er ist unterhaltsam und klar.
Tja, klares Denken, klarer Stil.
Dabei bist du immer ganz der alte geblieben, tolerant, humorvoll und nie ausfallend.
Hoffe, dass auch deine Werbeeinnahmen ganz gut sind, damit sich die ganze Arbeit, die solch ein intensiv gepflegter Blog macht, auch lohnt.
Tschüss
Hallo Sica,
danke für deinen Kommi und ich freue mich, dass wir uns mal wieder lesen.
Wegen deiner Tomaten ist zu sagen, dass sie wohl der Braunfäule anheimgefallen sind. Das geschieht, wenn das Wetter zu kalt wird und es regnet. Hätten die Tomaten unter einem Dach gestanden, dann wäre es wahrscheinlich nicht geschehen.
Aber wer Gemüse pflanzt, egal wo immer, der ist immer in der Gefahr, dass die Natur der eigentlich verdienten Ernte einen Strich durch die Rechnung macht.
Ich pflanze meine Tomaten im Garten unter einem “Tomatenhaus”. Dennoch hatte ich letztes Jahr das gleiche Schicksal wie du es erlebt hast.
Mein Pflücksalat wurde komplett von 2 Ringeltauben gefressen, nachdem sie so schön aufgegangen waren. Ich hätte wohl ein Netz darüber legen sollen.
Aber so ist es halt, dennoch werde ich jedes Jahr aufs Neue mein Gemüse anpflanzen.
Dir noch nen schönen Restsonntag!
LG Jürgen
Danke für Deine Antwort. Meine Tomaten standen allerdings auf dem Balkon geschützt unter dem Dach des Balkons meines Nachbarn über mir. Vielleicht habe ich sie zu stark gedüngt…
Aber Du hast ja recht, dass man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen sollte…
Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg hier…
Oh,oh, heute gibt es hier wieder Fussball, aber ich kann ja mal wieder bei den Pendlergeschichten reinschauen…
LG
Hi Sica, ich denke nicht, dass du sie zu stark gedüngt hast, Tomaten sind ja starkzehrer und brauchen schon etwas Dünger und mit den Hornspänen kann man kaum etwas falsch machen.
Ich hatte mich noch gar nicht für dein Lob bedankt. Also sage ich jetzt “DANKE”!!!. Es ist ab und an schon etwas müßig. Die Werbeeinnahmen schwanken so hin und her. Zum Start der neuen Bundesliga-Saison werden die Einnahmen wieder steigen. Fußball poste ich dann aber meist auf meinem zweiten Blog “Live oder Livestream”. Es ist zwar schon sehr zeitaufwendig einen ganzen Spieltag einzustellen aber es funzt halt
Dir einen guten Start in die Woche!
LG Jürgen
Sicherlich ist es immer eine gute Idee wenn auf der Terrasse auch noch Pflanzen stehen. Dann sieht es schon gleich nicht mehr so kahl sondern richtig schön aus. Je nachdem welche Pflanzen es sind kann es sich aber auch lohnen ein Terrassendach anzuschaffen. Auf diese Weise sind nicht nur die Pflanzen besser vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sondern man hat es selbst auch noch viel bequemer. Somit kann man seine Terrasse auch noch bei leichtem Regen oder sehr starker Sonneneinstrahlung nutzen.