Bundesliga
30. Juni 2012

Braucht der FC Bayern München nun einen Psychiater?

Der FC Bayern München wird startet am 3. Juli mit seiner Saisonvorbereitung zur kommenden Saison. Die Nationalspieler des Rekordmeisters werden aber erst nach und nach eintrudeln. Nach der verkorksten Saison 2011/12 hat Trainer Heynckes neben der körperlichen Fitness wohl auch einige psychologische Arbeit vor sich oder wird der FCB einen Psychiater einstellen, der sich um die angeschlagene Psyche der Spieler kümmert?

Der FC Bayern ist es gewohnt Titel zu holen. Er ist der deutsche Rekordmeister und gewinnt mehr oder weniger noch weitere Titel. In der vergangenen Saison lief es allerdings gar nicht rund an der Säbener Straße. Zweiter in der Bundesliga, zweiter im DFB-Pokal, zweiter in der Champions League und dann das verkorkste Halbfinale bei der Euro 2012 gegen Italien, wo viele Bayernspieler ihren unrühmlichen Anteil hatten.


Die deutschen Nationalspieler der Bayern kamen schon etwas geknickt zur Nationalmannschaft und mussten von Jogi Löw aufgebaut werden. Manuel Neuer hatte dabei wohl die wenigsten Probleme, er war wie eh und je der starke Rückhalt in der DFB-Elf und gegen die Tore war er machtlos.

Aber Spieler wie Schweinsteiger, Müller, Lahm, Boateng und Co. fanden während der gesamten EM nicht zu ihrer Bestform. Besonders Schweinsteiger, der obendrein eine Verletzung auszukurieren hatte, blieb sehr schwach und hätte eigentlich auf die Bank gehört. Aber Löw hielt seinen Einsatz in der Startelf sehr wichtig und so schleppte sich Schweinsteiger durch die Vorrunde und durchs Viertelfinale. Die entscheidenden Pässe und seine starke körperliche Präsenz konnte er aber nur selten zeigen. Man merkte Schweinsteiger immer noch die Enttäuschungen der Saison an.

Gomez schoss zwar 3 Tore, bleib ansonsten aber blass wie die meisten Bayernspieler. Oft hatte man den Eindruck, dass ihm seine Frisur wichtiger war als die Mannschaft.

Badstuber möchte ich von der Tristesse ausnehmen. Er zeigte im Zusammenspiel mit Hummels eine starke Leistung und patzte nur im Halbfinale, dieser Patzer führte allerdings zu einem Gegentor.

Nach der Saison ist vor der Saison

Nach der WM in Südafrika kamen die Bayern nur schleppend in die Saison und die Verantwortlichen der Bayern schoben den schlechten Saisonstart auf die WM zurück. Bayern stellt nun mal viele Nationalspieler und die mussten erst wieder ihren Rhythmus finden.

In der neuen Saison 2012/13 könnte es ähnlich werden. Die Nationalspieler werden wieder erst später ins Training einsteigen und werden nur einen verkürzten Urlaub genießen können. Jupp Heynckes wird viel mit den Spielern reden müssen, um sie zu alter Stärke zurückzuführen. Kein leichtes Unterfangen, daher frage ich mich ernsthaft, ob sich der FCB nicht professionelle psychologische Hilfe holen soll. Wie seht ihr das? Braucht der FC Bayern München einen Psychiater?

(Jürgen Knösch)

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