Bundesliga
31. Mai 2012

Hannover 96 – Vertragsgespräch mit Mirko Slomka verschoben

Eigentlich sollte die Vertragsverlängerung mit Mirko Slomka bereits im Sommer über die Bühne gehen. Darauf hatten sich der Trainer und Hannover-Boss Martin Kind verständigt. Doch offensichtlich wird es dazu vorerst noch nicht kommen. Doch keine Angst, es handelt sich nicht etwa um Hinhaltetaktik, vielmehr ist von einer Formalie die Rede. Indes beschäftigt sich Jörg Schmadtke derzeit mit Transfers, ehe er seine private Auszeit nehmen wird.

„Wir haben uns verständigt, die Gespräche auf den Herbst zu verschieben“, sagte der Manager der Niedersachsen und fügte hinzu: „Ich habe die Sommertransfers zu machen, danach bin ich bekanntlich zunächst nicht greifbar.“ Im Anschluss beginnt nämlich die Pause Schmadtkes, wie sie mit Klub-Boss Martin Kind bereits vereinbart worden ist. Nach einem erfolgreichen Gespräch einigten sich die beiden 96-Verantwortlichen auf die Auszeit. Nun soll sich das jedoch verschieben – und zwar auf einen Zeitpunkt, zu dem der Teilnehmer der Europa Liga bereits seine ersten Spiele in der neuen Saison der 1. Bundesliga bestreiten wird.


Kind, der nach einem Kurzurlaub über die aktuelle Lage unterrichtet wird, sagte dazu: „Herr Schmadtke ist verantwortlich für den Sport. Er wird seine Überlegungen haben.“ Da werden schon einmal schnell Erinnerungen an die recht zähen Verhandlungen mit Slomka im Frühjahr 2011 wach, doch beide Seiten scheinen bemüht zu sein, den Anschein bereits im Keim zu ersticken. „Keiner zockt, es geht nur um Termine“, sagte Schmadtke und nahm damit etwas die Brisanz aus der ganzen Sache.

Slomka selbst äußerte sich bislang nicht, sein Berater Harun Arslan hingegen sprach mit dem „kicker“ und zeigte sich dabei wie immer diplomatisch: „Die Ankündigung ist gekommen und ich habe gesagt: Okay! Wir haben es zur Kenntnis genommen und nicht zu kommentieren.“

Kind ließ durchsickern, dass auch der Kader für die neue Saison eine Rolle spielt: „Herr Slomka wollte immer seine Wünsche konkretisieren. Wir müssen sehen, was er meint, und was 96 erreichen und finanzieren kann.“ Derzeit planen die Niedersachsen mit zwei Transfers, die „von ihrem Rahmen her die Option für eine dritte Entscheidung offen lassen.“ Dass genau diese ehrgeizigen Vorhaben und Ziele Slomkas unvereinbar mit der Situation sein könnten, dementiert Berater Arslan: „Niemand kennt 96 besser als Mirko Slomka. Er weiß, was möglich ist.“

Dass Slomka, der noch ein Jahr Vertrag hat, den Verein kurzzeitig verlassen könnte, scheint äußerst unwahrscheinlich. Berater Arslan sagte dazu: „Er ist Trainer bei 96, hat noch ein Jahr Vertrag. Es gibt keine anderen Angebote oder Gespräche.“

(Jürgen Knösch)

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