Es gab schon öfters Fußball-Krawalle mit Todesopfern aber noch nie waren die Krawalle politisch motiviert bzw. angeordnet. Die Krawalle im ägyptischen Port Said beim Spiel El-Masri gegen Al-Ahly haben eine neue Dimension.
Gewalt in Fußballstadien ist nichts Neues und auch die Bundesliga hat damit zu kämpfen aber wenn die Krawalle scheinbar politisch angeordnet werden, dann stimmt etwas nicht und die Verantwortlichen gehören bestraft.
Die Ultra-Fans des ägyptischen Rekordmeisters Al-Ahly waren die Speerspitze der ägyptischen Revolution und bezeichneten sich auch selbst als Speerspitze. Sie beschützen die Demonstranten und stellten sich in die vordersten Reihen und haben den Tahrir-Platz gesichert. Alles im Dienst einer guten Sache. Nun bekommen sie dafür scheinbar die Quittung.
Ungereimtheiten aus dem Stadion
Sicherheitskontrollen, sonst ein Standard, wurden nur vereinzelt durchgeführt. Die Polizei wurde frühzeitig abgezogen.
Nach Augenzeugen gab es nach dem Blutbad keine Sicherheitskräfte und keine Krankenwagen.
Die meisten Opfer sind Anhänger von Al-Ahly.
Jedes Mal, wenn Al-Ahly aus Kairo gegen Al-Masri in Port Said spielte, waren der Gouverneur und dessen Polizeichef vor Ort. Der Polizeichef verließ bereits in der Halbzeit das Stadion, der Gouverneur erschien erst gar nicht zum Spiel. Wussten der Gouverneur und der Polizeichef von den bevorstehenden Krawallen?
Das sind nach meiner Ansicht ein paar Zufälle zu viel. Wer hat die Krawalle angezettelt? Steckt der Militärrat dahinter?
Der FC Bayern München testete im Trainingslager gegen Al-Ahly
Was geht wohl in den Köpfen der Bayernspieler und Verantwortlichen vor? Bayern testete im Rahmen ihres Trainingslagers in Katar gegen Al-Ahly. Nun müssen sie mit ansehen, wie Jagd auf die Fans von Al-Ahly gemacht wird. Wird es eine Solidaritätsbekundung von Bayern München geben?
Der Fußball wurde scheinbar für politische Zwecke missbraucht und die Fußballwelt sollte dagegen vorgehen.
(Jürgen Knösch)

