6. September 2009

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Afghanistan: Falschinformation führte zu Bombenangriff

Afghanistan: Falschinformation führte zu Bombenangriff:
Den verheerenden Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tanklaster nahe dem nordafghanischen Kundus am Freitag morgen hat die Bundeswehr möglicherweise auf Basis von falschen Angaben eines örtlichen Informanten angeordnet. Die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf das Nato-Untersuchungsteam, der deutsche Kommandeur habe sich sowohl auf diese Angaben als auch auf die – nur schlecht erkennbaren – Videoaufnahmen des US-Jagdbombers verlassen, bevor er den Befehl zum Bombenabwurf gab. Bei dem Angriff sollen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter zahlreiche Zivilisten. Der folgenschwere Luftangriff im deutschen Einsatzgebiet in Afghanistan hat möglicherweise auch juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren gegen den verantwortlichen deutschen Offizier einleitet.

Wenn sich das wirklich bestätigt, dass man sich nur auf den Informanten verlassen hat, anstelle eigene Auswertungen der Lage heran zu ziehen, ist das mehr als unverantwortlich. Die Technik ist sicher vorhanden, Wieso wird/wurde die nicht genutzt.
Ich bin durchaus dafür, dass die Bundeswehr in Afghanistan ihren Beitrag zur Sicherung des Friedens bzw. den Aufbau des Landes zu gewährleisten, dann aber bitte mit den richtigen Mitteln. Wenn es nur darum geht auch mal die Flieger mit Zielen zu versorgen, damit die etwas “Spaß” haben, geht überhaupt nicht. Es ist aber wohl leider so, dass ein Soldat nicht nur herum sitzen möchte. Er möchte auch Soldat sein und das mit allem was dazu gehört. Wer jemals ne Uniform an hatte,wird das bestätigen können, Wenn man eine Uniform an hat, wird man zu einem anderen Mensch. Ich hoffe, die Situation im Kundus klärt sich auf. Wenn tatsächlich Fehlverhalten zu diesem leidigen Angriff führten, gehören diese Soldaten/Offiziere sofort ausgetauscht!
Mehr dazu gibt es bei Focus-online.

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(Jürgen Knösch)

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